Informationsblatt der Blauen Gebetsoase
in Sievernich
„Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde...“
Haben Sie es schon einmal gesungen? Im Gotteslob des Bistums Aachen finden Sie dieses Lied unter Nr. 002. Ganz einfach, recht schmucklos ist der Liedtext. Ich lade Sie, liebe Beterinnen und Beter, herzlich ein, dieses Lied doch einfach mal in der Stille zu betrachten.
Nun möchte ich auf die ersten Strophen zurückkommen:
„Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde. Heute wird getan, oder auch vertan, worauf es ankommt, wenn Er kommt.“
Das Gotteslob gibt uns auf der nächsten Seite einen kleinen Hinweis: „Der Glaube muss sich im Handeln bewähren“ (vgl. Mt 25).
„Jetzt ist die Zeit...“
Nutze ich in meinem Leben meine Zeit? Möchte ich bewusst leben, mein Leben vielleicht sogar auf Gott hin ausrichten? Bin ich rastlos und fehlt mir oft die Zeit zum Gebet?
Warten Sie nicht auf die passende Zeit, warten Sie nicht auf irgendein spektakuläres Ereignis, welches alle Menschen wachrüttelt. Bedenken Sie, vor diesem Ereignis könnten Sie schon unserem Herrn und Heiland begegnen und dann?
„Jetzt ist die Stunde...“
Wir wissen nicht, wie viel Zeit Gott uns für unser Leben bemessen hat. Verlieren wir keine kostbare Zeit und beginnen damit, den Weg zu Ihm zu gehen. Denn trotz meiner/Ihrer Zweifel und Fragen ist Er uns nah. Er ist uns nah, besonders in unseren dunklen Stunden. Sie werden sich fragen, wie dies denn wohl sein kann? Sogar die Briefe von Mutter Theresa von Kalkutta an ihren Beichtvater verwunderten viele Menschen. Wie kann eine solche Frau so dunkle Stunden erlebt haben?
Schauen Sie auf Ihr eigenes Leben. Fühlten Sie sich schon einmal von Gott verlassen? Haben Sie resigniert, gar nicht mehr oder weiter gebetet? Kennen Sie diese Dunkelheit, die viele auch als Wüstenerfahrung oder Trockenheit bezeichnen?
Haben Sie sich vielleicht gefragt: Wie kann denn ausgerechnet mir so etwas geschehen, wo ich doch immer gebetet habe?
Die Antwort, die ich Ihnen geben kann, ist die Erfahrung aus meinen dunklen Stunden. Sie ist ganz einfach: Sie folgen Jesus nach.
In unserem Leben gab und gibt es auch Königsstunden: Große Freude, Glück, ein gefeierter Einzug in die Stadt Jerusalem.
Doch in der Nachfolge Jesu wird es auch schwere Stunden geben, Leiden im Garten Gethsemane bis hin zur Zeit des Kreuzes, Golgotha. Ist dies etwa unsere Endstation?
Nein. Jesus ist uns vorausgegangen. Trug Er nicht die Last unserer ganzen Welt auf Seinen Schultern? Wenn wir Seinen Kreuzweg betrachten, so erfahren wir, wie sehr das Böse sich an Ihm ausgelassen hat. Er ist uns Menschen im Leiden nicht fern. Er ist bei uns, auch wenn unsere Seele sich so verdunkelt, dass wir uns vor Leid ganz fern von Ihm fühlen. Seien Sie gewiss: Er ist auch bei Ihnen! Liebe Beterinnen und Beter, Gott lässt diese Zeiten zu. Christsein bedeutet nicht nur Glanz und Glorie. Christ zu sein bedeutet, bewusst leben, mit beiden Füßen fest auf dem Boden zu stehen. Jesus möchte uns ganz in Seiner Nachfolge wissen. Er wird uns helfen und uns beistehen, Seinen Weg der Nachfolge gehen zu können. Auf diesem Weg stärken uns die Sakramente der Kirche, in ihnen begegnen wir Jesus selbst.
Auch wenn wir unseren Gebetsweg von Gürzenich nach Sievernich gehen, gibt es Strecken, die leichter und schwerer zu gehen sind. Aber wir gehen im Gebet mit unserem Herrn - oder ist es gar so, dass unser Herr mit uns geht? Voller Freude erreichen wir dann betend unser Ziel. Die Gottesmutter Maria bewegt uns zu Jesus. Sie ist auf unserem Weg unsere Begleiterin und sorgt dafür, dass wir unser Ziel erreichen, Jesus begegnen.
„Heute wird getan, oder auch vertan, worauf es ankommt, wenn Er kommt.“
Nicht irgendwann einmal in zehn Jahren, wenn ich in Rente gehe... Was ich heute sage, was ich jetzt beginne oder unterlasse ist wichtig. Denken Sie doch einmal ein paar Minuten darüber nach, worauf es Ihnen ankommt, wenn der Herr heute zu Ihnen kommen würde. Was habe ich getan oder habe ich sogar vertan?
Die hl. Terese von Lisieux: „Du weißt es, o mein Gott, um Dich auf Erden zu lieben, habe ich nur das Heute.“
Die Lehre von der Hölle ist letzte Warnung
von Weihbischof Andreas Laun, 23. Januar 2008
Unser Glaube ruft sie nicht ins Dasein, unser Unglaube kann sie nicht abschaffen. Ein Kommentar zur Bedeutung der Hölle von Weihbischof Andreas Laun (Salzburg).
Salzburg (www.kath.net / kirchen.net / rupertusblatt)
Wenn man von einem Priester hört, dass „alles, was man so von Fegefeuer und Hölle gesagt bekommt, Gott sei Dank vorbei ist“, macht man sich seine Gedanken, schrieb mir neulich eine Frau. Sie hat ganz Recht. Denn erstens ist es natürlich ein Unsinn anzunehmen, „früher“ hätte es „das alles“ gegeben, heute aber nicht mehr.
Wahr ist vielmehr: Entweder gab es Fegefeuer und Hölle früher, dann gibt es sie auch heute, oder es gab sie nicht, dann gibt es sie jetzt auch nicht und wird es sie nie geben. Dies ist unabhängig von der Frage, wie viele Menschen daran glauben oder nicht. Unser Glaube ruft sie nicht ins Dasein, unser Unglaube kann sie nicht abschaffen.
Bleibt die Frage: Also gibt es Fegefeuer und Hölle oder gibt es sie nicht? Die Gegenfrage ist schnell zur Hand: Was muss man sich unter Fegefeuer und Hölle vorstellen? Richtig ist: Weder das Fegefeuer noch die Hölle sind eine Art besonders raffinierte und besonders lang dauernde Folterkammer, dessen Betreiber Gott wäre, um die Sünder zu bestrafen.
In seiner Enzyklika über die Hoffnung (Nr. 45) hat Papst Benedikt erklärt, was Christen unter den genannten Glaubenswahrheiten verstehen: Fegefeuer ist die Begegnung des lässlichen Sünders mit der brennenden Liebe Jesu Christi, Hölle die Selbstausgrenzung des Menschen durch die „Todsünde“.
Und dieses Fegefeuer und diese Hölle gibt es wirklich: Die Botschaft vom Fegefeuer ist Hoffnung, die Lehre von der Hölle letzte Warnung. Wie traurig, wenn ein Priester das nicht weiß und vergisst, dass es seine Aufgabe ist, die Lehre der Kirche weiterzugeben und nicht, die Menschen mit seinem privaten Glaubenszweifel und mit seinem religiösen Nichtwissen zu belasten.
Quelle: Rupertusblatt vom 20.01.2008
Betrachtungen von Pater Pio
Die Heilige Messe
Pater Pio kannte nur die (lateinische) tridentinische Messe. Den Novus Ordo, die neue Messe gab es bis zu seinem Tode noch nicht.
Pater Pio und die eucharistische Speise
In diesen so traurigen Zeiten, in denen der Glaube erloschen ist, in denen die Gottlosigkeit ihren Triumph feiert, ist die eucharistische Speise das sicherste Mittel, um sich von dieser tückischen Krankheit, die uns umgibt, frei zu halten. Und das wird denen schwerlich gelingen, die monatelang dahinleben, ohne sich von dem Unbefleckten Fleisch des Gotteslammes zu sättigen!
Pater Pio und das Opferlamm
In der Heiligen Messe erneuere deinen Glauben und bedenke, wer das Opferlamm ist, das sich für dich der göttlichen Gerechtigkeit darbietet, um sich zu versöhnen und uns wieder gewogen zu machen. Wenn es dir gut geht, hörst du die Messe. Wenn es dir schlecht geht und du nicht an ihr teilnehmen kannst, bist du es, der die Messe feiert!
Pater Pio und die Wirkung der Heiligen Messe
Jede Heilige Messe, der wir mit Ehrfurcht und Andacht beiwohnen, hat auf unsere Seele eine wunderbare Wirkung. Sie bereichert uns durch vielfältige geistige und materielle Gaben, die wir selber nicht erkennen. Deshalb vergeude dein Geld nicht, sondern opfere es und komm her, um die Heilige Messe zu hören. Die Welt könnte auch ohne Sonne bestehen, aber sie könnte es nicht ohne die Heilige Messe!!!
Pater Pio und die Missachtung des fleischgewordenen Sohnes im Sakrament
Seht ihr, wie viel Missachtung und wie viel Frevelhaftigkeit die Menschen gegenüber Seinem hochheiligen, fleischgewordenen Sohn im Sakrament der Liebe zeigen?
Pater Pio und...
Da wir durch Gottes Güte für Seine Kirche auserwählt worden sind zur königlichen Priesterschaft, wie der heilige Petrus sagt, ist es unsere Aufgabe, die Ehre dieses sanften Lammes zu verteidigen, das immer schnell zur Stelle ist, wenn es gilt, die Seelen zu schützen, in eigener Sache aber stets stumm bleibt.
Pater Pio und die Vereinigung mit Gott im Sakrament
Ich muss schließen; denn die Glocke ruft und drängt mich; und ich gehe zur Weinpresse der Kirche, zum heiligen Altar, von dem ununterbrochen der heilige Wein aus dem Blut jener köstlichen und einzigartigen Traube tropft, an dem sich zu berauschen nur wenigen Glücklichen gestattet ist. Dort - ihr wisst, ich kann nicht anders - werde ich euch dem Himmlischen Vater in Vereinigung mit Seinem Sohn empfehlen, in welchem und durch welchen ich ganz der Eure im Herrn bin.
Das
Morgengebet
der seligen Mirjam von Abellin
Herr Jesus,
im Schweigen dieses anbrechenden Morgens komme ich zu Dir und bitte Dich mit Demut und Vertrauen um Deinen Frieden, Deine Weisheit, Deine Kraft. Gib, dass ich heute die Welt betrachte mit Augen, die voller Liebe sind ...
Lass mich begreifen, dass alle Herrlichkeit der Kirche aus Deinem Kreuz als dessen Quelle entspringt. Lass mich meinen Nächsten als den Menschen empfangen, den Du durch mich lieben willst. Schenke mir die Bereitschaft, ihm mit Hingabe zu dienen und alles Gute, das Du in ihn hineingelegt hast, zu entfalten.
Meine Worte sollen Sanftmut ausstrahlen und mein ganzes Verhalten soll Frieden stiften. Nur jene Gedanken, die Segen verbreiten, sollen in meinem Geiste haften bleiben. Verschließe meine Ohren vor jedem Übel wollenden Wort und jeder böswilligen Kritik. Möge meine Zunge nur dazu dienen, das Gute hervorzuheben.
Vor allem bewirke, o Herr, dass ich so voller Frohmut und Wohlwollen bin, dass alle, die mir begegnen, sowohl Deine Gegenwart als auch Deine Liebe spüren. Bekleide mich mit dem Glanz Deiner Güte und Deiner Schönheit, damit ich Dich im Verlaufe dieses Tages offenbare. Amen.
(Mirjam von Abellin, die kleine Araberin, wurde in Galiläa geboren, der Heimat Jesu. Sie trug die Wundmale Jesu und starb mit 33 Jahren. Am 13.11.1983 wurde sie selig gesprochen. Sie ist in Sievernich sehr häufig erschienen.)
Der Hl. Don Bosco – ein eucharistischer Heiliger
Der Jugendheilige setzte großes Vertrauen in das Heilige Messopfer. Den Seinen machte er es zur Regel und allen anderen gab er den Rat, täglich der Heiligen Messe beizuwohnen. Dabei erinnerte er an die Worte des hl. Augustinus: wer mit Andacht und Beharrlichkeit die Hl. Messe höre, werde keines schlechten Todes sterben. Denen, die Gnaden zu erlangen wünschten und sich an ihn wandten, empfahl er, eine Hl. Messe lesen zu lassen oder anzuhören und dabei empfahl er, die hl. Kommunion zu empfangen. Er sagte auch, in besonderer Weise erhöre der Herr die Gebete, die mit Andacht während der Erhebung der heiligen Hostie verrichtet werden. Für das heiligste Altarsakrament hegte er die innigste Verehrung. Täglich besuchte er es, trotz vorgerückten Alters, trotz Übel, die ihn quälten. Obgleich die stark angeschwollenen Beine ihm das Hinknien sehr erschwerten, beugte er das Knie doch bis zur Erde. Den Priestern empfahl er, das Brevier vor dem Allerheiligsten zu beten. Unter den Kindern gründete er einen Verein zur Förderung der Andacht zum heiligsten Altarsakrament. Oft sprach er zu ihnen: „Wollt ihr, dass der Herr euch viele Gnaden schenkt? Dann besucht Ihn oft. Der Besuch des Allerheiligsten ist ein notwendiges Mittel, um den bösen Feind zu besiegen. Geht also oft hin und besucht Ihn, und der böse Feind wird nichts gegen euch vermögen.“
Don Albera bezeugt, er habe den Heiligen oft sagen hören, ein Kind, das freiwillig täglich einige Minuten vor dem Allerheiligsten zubringt, könne unmöglich schlecht werden. In sehr schwierigen Fällen hielten die Kinder abwechselnd vor dem Allerheiligsten Anbetung. Als Apostel der häufigen und täglichen Kommunion empfahl er allen, das Gewissen so rein zu halten, dass sie mit Zustimmung des Beichtvaters jeden Tag zum Tisch des Herrn gehen könnten. Er selbst gab unbedenklich jedem, der in dieser Verfassung war, die Erlaubnis. Er wünschte, dass Kinder, sobald ihr Verständnis ausreichte, zum himmlischen Gastmahl zugelassen würden. Bevor die Sünde sie verzehrt hat, soll der Herr von ihrem Herzen Besitz nehmen. Von der gottesräuberischen Kommunion sprach er mit solcher Eindringlichkeit, dass die Kinder das Blut in den Adern gerinnen fühlten und einen wahren Abscheu gegen diese furchtbare Sünde fassten.
Am Karfreitag nicht vergessen!
Die der hl. Schwester Faustina von Krakau offenbarte Novene zur göttlichen Barmherzigkeit kann man jederzeit beten, doch hat sie besondere Bedeutung, wenn sie vom Karfreitag bis zum Sonntag nach Ostern, dem Feste der göttlichen Barmherzigkeit, gebetet wird.
Verkündigung des Herrn
Dieses Jahr vom 25. März auf den 31. März verschoben
Am 04. April 2005, Verkündigung des Herrn sagte die Gottesmutter in Sievernich:
„Das Wort
ist Fleisch geworden.
Dies sei der Festtag dieses Ortes!“
Die liturgischen Richtlinien sehen vor, dass die Feierlichkeiten der Karwoche Vorrang haben vor jedem anderen Fest. Da im Jahr 2005 der Karfreitag auf den 25. März fiel, wurde das Fest Verkündigung des Herrn auf den ersten festfreien Tag, und zwar auf Montag, den 4. April 2005 verschoben. Auch in diesem Jahr fällt der 25. März in die Karwoche. Daher wird das Fest in diesem Jahr am Montag, dem 31. März gefeiert. Wer es einrichten kann, möge an diesem Tage in Sievernich möglichst am Brunnen hinter dem Pfarrhaus beten.
Hochfest des Heiligen Josef
Auch der Gedenktag des heiligen Josef, der 19. März, fällt dieses Jahr in die Karwoche. Das Hochfest des heiligen Josef wird daher im Jahr 2008 ausnahmsweise vom 19. März auf Samstag, den 15. März verlegt. Das gab die vatikanische Gottesdienstkongregation bekannt.
Bewirtung der Beter
Das Lebensmittelgeschäft in Sievernich schließt Ende März. Die Pfarre von Sievernich hat sich freundlicher Weise bereit erklärt, ab dem Gebetsgang am 17. März 2008 künftig die Bewirtung die Beter in pfarreigenen Räumen durchzuführen.
Spenden für das Zentrum des Glaubens
zahlen sie bitte an: Förderverein Sievernich, Kto. 31853010 • Pax-Bank Köln • BLZ 37060193 • BIC = GENODED1PAX; IBAN = DE20 3706 0193 0031 8530 10
Wir suchen Personen, die Gitarre spielen können. Außerdem werden Altstimmen gesucht. Tel. 02236 31651