Informationsblatt der Blauen Gebetsoase
in Sievernich
Weihe am Fest Mariä Verkündigung
Liebe Mutter Maria,
als Gott Dich auserkor, Jesus an die Welt zu geben, wurde dadurch auch Deine Mutterschaft über mich vorbereitet. Obwohl der Ewige Vater Deinen freien Willen respektiert hat, hast Du Dein ganzes Leben preisgegeben, um total im Dienste Gottes und von uns Menschen zu stehen, und hast Du Dich am Kreuze unserer Erlösung vollkommen geopfert.
Durch das Geheimnis der Menschwerdung, die mit dem Besuch des Engels bei Dir vorbereitet ist, hat Gott Seine unendliche Liebe und Sein Vertrauen in Dich erwiesen. Lass mich Dir daher heute meinerseits meine totale Liebe und mein volles Vertrauen bekunden. Geruhe heute, meine vollkommene Hingabe an Dich anzunehmen. Ich will vollkommen für Dich verfügbar sein, damit Gott durch Dich unbegrenzt in mir wird wirken können. Daher opfere ich Dir heute meinen freien Willen total und bedingungslos auf, damit Du nach Deinem Ermessen in mir handeln kannst. Möge also auch ich zu einem Tempel der Ewigen Weisheit werden, so wie Dein Unbeflecktes Wesen das war, seit der Heilige Geist Dich überschattet hat.
Liebe Mutter, Du hast Gott gefallen und an Dich gezogen, dadurch dass Du vor Ihm Kind bleiben wolltest, in einem Band von andächtiger Stille und der reinen Schlichtheit der wahren Heiligkeit. Lass mich meinerseits klein bleiben, verborgen unter Deinem zärtlichen Schutz, und nur groß in Liebe zu Dir und Gottes Schöpfung sein. So wie Du Jesus in Deinem Mutterschoß geformt hast, so bitte ich Dich flehentlich, Unbefleckte Mutter, forme auch mich, so dass ich immer mehr Gottes Bild und Plan entsprechen möge und auch mein "ja" Ihn für ewig an mich ziehen wird.
* * *
Indem wir uns vollständig, bedingungslos und für immer Maria weihen, werden wir gleichermaßen Ihr Kind, wie Jesus selbst auf Erden Ihr Kind war. Gott hat sich Maria auserkoren, Seinen Sohn auf Erden als Mensch groß zu ziehen und an Ihn zurückzugeben. Lassen wir auch uns selbst durch Maria „großziehen“, uns formen zu Heiligen, um uns in unserer Sterbestunde Gott zu geben für ein Ewiges Glück im Himmel. Bitten wir Sie jeden Tag. Unsere Himmlische Mutter wartet auf uns!
Der Papst und die Bruderschaft
Zur Aufhebung der Exkommunikation Papst Benedikt XVI. gegenüber Bischöfen der Pius-Bruderschaft –
Ein kath.net-Kommentar von Peter Seewald
München
(kath.net), 02. Februar 2009
Erneut hat ein Spruch aus Rom einen nahezu biblischen Wirbel ausgelöst. Ist Benedikt XVI. nun „der rätselhafte Papst“, wie die SZ ihren Lesern glauben machen will? Oder gar der „Entrückte“, wie der Spiegel titelt, der die katholische Kirche blamiert bis auf die Knochen? Hat er wirklich, wie es die Schlagzeilen suggerieren, „Holocaust-Leugner in die Kirche zurückgeholt“?
Manchmal sagen die Reaktionen auf eine Entscheidung mehr als die Entscheidung selbst.
George Orwell hat einmal von „Falschsprach“ geschrieben. Das ist, wenn Kriegsminister sich Friedensminister nennen. Und das ist, wenn Journalisten, die kein gutes Haar an dieser Kirche lassen, sich um ihren guten Ruf sorgen.
Der Papst ist kein Politiker. Soviel hat man gerade noch verstanden. Aber darf er sich erlauben, so zu handeln, wie es Jesus im Gleichnis vom verlorenen Sohn fordert? Darf er gar die Maxime „liebe deine Feinde“ umsetzen, um die Spirale von Ausgrenzung und Hass zu unterbrechen? Der Papst müsse doch Brücken bauen und auf „Andersgläubige zugehen“, sagen sie. Aber welche Brücken gebaut werden und welche „Andersgläubige“ die richtigen Andersgläubigen sind, dass bestimmen bitteschön die Oberpäpste in den Redaktionen.
Weder der unsägliche Herr Williamson noch die Pius-Bruderschaft sind Teil der katholischen Kirche geworden, die Bischöfe weiterhin suspendiert. Die Aufhebung der Exkommunikation ist nichts anderes als die ausgestreckte Hand, die nicht einigen wenigen, sondern einer Gruppierung von 600.000 Gläubigen und 500 Priestern gilt, die sich von Rom abgespalten hat. Es ist dieselbe Hand, die den chinesischen Partei-Bischöfen galt, deren Exkommunikation aufgehoben wurde. Und es ist dieselbe Hand, die auch einem Hans Küng galt, der als einer der Allerersten nach der Papstwahl von Benedikt empfangen wurde. Dass er sich ihrer als unwürdig erwies wie heute ein Williamson, ist eine andere Frage.
Der Geifer, mit dem sich in diesen Tagen Journalisten auf den Papst stürzen, erinnert an eine Meute ausgehungerter Wölfe. Und ausgehungert sind diese Leute in der Tat. Viere Jahre lang konnten sie es nicht ertragen, dass ein Joseph Ratzinger nicht in das Bild passt, dass sie von ihm gezeichnet hatten. Vier Jahre lang haben sie es totgeschwiegen, wenn er gegen Folter aufrief, den Turbokapitalismus geißelte, den Krieg im Irak und anderswo verurteilte, eine gerechte Verteilung der Güter forderte. Geschwiegen auch, wenn er in Wort und Tat den Dialog mit anderen christlichen Kirchen, den Muslimen, vor allem aber den „geliebten Brüdern“ jüdischen Glaubens vorantrieb.
Deutschland schweigt. Deutschland bleibt gleichgültig. Wohl keine andere Nation ist zu einer derartigen Ignoranz und Kaltherzigkeit gegenüber einem seiner größten Söhne fähig, dem ersten Deutschen seit fünfhundert Jahren, den die internationale katholische Gemeinschaft für geeignet hält, die größte Kirche der Welt über die Schwelle einer schwierigen Zeit zu führen.
Jetzt ist die Gelegenheit da, die alten Keulen zu schwingen. Jetzt wird der Stab gebrochen. Jetzt wird abgerechnet. Es gibt keine Munition, also muss man etwas zusammenrühren. Ist da nicht ein neuer Weihbischof irgendwo in Österreich? Es genügt, ihn als „ultrakonservativ“ zu bezeichnen, schon haben wir den Beleg für eine These. Ach, der Papst trägt gerne alte Hüte? Perfekt! Die Analyse: Reaktionärer Kurswechsel im Vatikan. Dass da vor wenigen Tagen in Würzburg von demselben Papst ein Weihbischof kreiert wurde, der als Pfarrer die Glocken seiner Kirche gegen neonazistische, antisemitische Aufmärsche hatte läuten lassen, passt, sorry, nicht ins Bild.
Es passt auch nicht ins Bild, daran zu erinnern, dass dieser Benedikt bei seinem ersten Deutschlandbesuch als erster Papst überhaupt eine jüdische Synagoge besuchte. Mit welch persönlicher Anteilnahme er in Auschwitz des Holocaust gedachte. Wie er nicht müde wurde, jegliche Form von Antisemitismus zu verurteilen. Oder dass, es liegt gerade ein paar Wochen zurück, unter diesem Papst erstmals ein Rabbiner eingeladen wurde, vor der Bischofssynode zu sprechen.
Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, erklärt nun den Dialog mit der katholischen Kirche für beendet. Hat sie ein Wort bei Benedikt XVI. gefunden, in dem er nicht seinen Respekt, ja seine Liebe gegenüber den „älteren Brüdern“ im Judentum ausdrückte? Muss man wirklich daran erinnern, dass in den KZs auch zigtausende von Priestern, Ordensleuten, mutigen Christen umgekommen sind? Dass die beiden unmittelbaren Vorgänger in Ratzingers erster Seelsorgstelle in München als Kapläne von den Nazis ermordet wurden?
Es gibt in der Tat eine Parallele zur „Regensburger Rede“. Groß war die Empörung bei den biederen Kommentatoren, weil der Papst etwas tat, was man doch nicht tun darf. Sein Vortrag hat im Ergebnis zu Kontakten geführt und eine Diskussion mit der muslimischen Welt in Gang gebracht, die es vorher nicht gab. Der Pulverdampf um Benedikt wird auch diesmal verfliegen. Im Falle der Priesterbruderschaft ist klar geworden, dass nur die Selbstauflösung wieder zu einer Heimat in der katholischen Kirche führen kann. Als Gemeinde hat sie jedenfalls so lange nichts in dieser Kirche verloren, solange sie sich nicht von Führern reinigt, die sich als Neonazis und Antisemiten outen.
Vielleicht könnte die Krise auch zur Überprüfung der Haltung des deutschen Episkopats führen, ob man sich weiterhin auseinanderdividieren lassen will, vor lauter Angst, nicht selbst der Nächste zu sein, der gebissen wird; ob man in Sonntagspredigten Solidarität einfordern kann, ohne diese Solidarität nicht auch selbst mit dem eigenen Papst oder mit Amtsbrüdern einzulösen, die inzwischen wie Freiwild behandelt werden.
Und vielleicht könnte man diese Krise sogar nutzen, um in den Medien zu überprüfen, inwieweit die Kirchenkampf-Kampagnen nicht schon den Charakter öffentlicher Hinrichtungen haben, wie man sie aus dem Iran kennt. Zumindest könnte man die Leser in Zukunft verschonen mit den immer gleichen greisen Trittbrettfahrern, die keine Gelegenheit verstreichen lassen, ihr pechschwarzes Alt-Öl ins Feuer zu gießen. Wer manipuliert, wer verschweigt, wer nur Vorurteile bedienen will, ist in seinen Analysen nicht mehr ernst zu nehmen; er sollte endlich Demut aufbringen, sich nicht weiterhin als Oberlehrer des Papstes zu gerieren.
Benedikt XVI. mag im Handling der Aufhebung der Exkommunikation gegen die Pius-Bruderschaft schlecht beraten gewesen sein. Aber man muss sich wohl an den Gedanken gewöhnen, dass es in seinem Pontifikat Friedhofsruhe nicht geben wird; kein Eingehaustsein in das Übliche, in die Bequemlichkeit und die Mutlosigkeit. Die Vorwürfe, die heute gegen ihn laut werden, sind im Übrigen exakt dieselben, die zwei Jahrzehnte lang einem Karol Wojtyla entgegengeschleudert wurden. In den Augen der „Toleranten“ ist er erst ein guter Papst, seit er ein toter Papst ist. Zuvor galt er als: Hardliner, Förderer konservativer Strömungen, Spalter der Kirche. So gesehen wäre sein Nachfolger dann schon wieder auf gutem Wege.
Dankgebet zu Maria für Ihr Jawort
Liebe Mutter Maria, Lilie, die Himmel und Erde in Verzückung bringt,
als Vorbote Seines Planes der Erlösung hat Gott Dir das einzigartige Privileg der Unbefleckten Empfängnis geschenkt.
Als die Fülle der Zeit gekommen war, hat Sein Engel das Schicksal der Seelen zu Deinen Füße niedergelegt.
In vollkommener Hingabe und heiligster Liebe hast Du Dein ganzes Leben Gott anvertraut als den Keim, aus dem Sein Plan aufblühen soll wie eine Blüte des Lebens und der Herrlichkeit.
Und das Wort ist Fleisch geworden, und dank Dir hat Es unter uns gewohnt.
O glänzendes Licht, für so viele hinter den Wolken der Unwissenheit verborgen, welch Fleisch und Blut schuldet Dir nichts?
Hab Dank, o Gesegnete; denn Dein Jawort hat den ewigen Frühling gebracht.
Hab Dank; denn Dein Jawort hat die Ketten der Verbannung mit Gold bekleidet.
Hab Dank; denn Dein Jawort hat die Himmlische Schatzkammer erschlossen für jede Seele, die in Deiner Nachfolge „ja“ sagt zu Ihm, der in Seele und Blut eins mit Dir geworden ist, Jesus Christus, Dein Sohn, unser Erlöser.
Mangel an Vertrauen zur Göttlichen Vorsehung
Wie gerne lassen Menschen doch von der vermeintlich allmächtigen Wissenschaft und Technologie ihr Leben regeln und sich ihr Verhalten vorschreiben. Diese Abgötter der Entwicklung der Zivilisation sind im Laufe der jüngsten Jahrhunderte zum Nährboden einer gnadenlosen Geldgesellschaft geworden. Die Geldwirtschaft greift sämtliche natürlichen menschlichen Bedürfnisse auf und schafft jeden Tag wieder noch eine Unmenge von neuen Bedürfnissen hinzu. Das moderne Leben ist dadurch tüchtig außer Kontrolle geraten. Es wird übermäßig hergestellt, und Überschüsse, die keinen Gewinn einbringen, werden vernichtet. Für die unterschiedlichsten “Risiken” werden Versicherungen an den Mann gebracht.
Die Welt geht zugrunde an einer artifiziell geschaffenen und aufrecht gehaltenen Atmosphäre allgemeiner Verunsicherung, Unsicherheit, Angst vor der Zukunft, Zweifel, Untergangsstimmungen. Der Mensch will alles selber regeln, rechnet nicht länger mit Gottes Wirkung in seinem Leben, wird ungeduldig und gehetzt, klammert sich nur noch an den Abgott des Geldes und des materiellen Besitzes fest, wird geizig und habgierig, stürzt sich auf Glücksspiele, grübelt und macht sich Sorgen um tausend Dinge.
Der mangelhafte oder ganz und gar fehlende Glaube an Gottes Wirkung führt zu voreiligen Entscheidungen: Der Mensch greift der Zeit Gottes vor. Er wird intolerant in Ermangelung der Hinnahme von demjenigen, was Gott zu bestimmten Zeitpunkten verfügt, und neigt dazu, sich in alles einzumischen, weil er davon überzeugt ist, dass er alles besser selber regelt. Der Mensch hat sich selbst zum Herrn der Welt gemacht, während er in Wirklichkeit nichts mehr als ein Benutzer von Gottes Besitz durch Gottes Gnade ist.
Weil er zu gewissen Zeitpunkten trotzdem das Gefühl hat, dass er mit dem Rücken an der Wand steht und seine Umwelt nicht länger in den Griff bekommt, sieht er sich unter gewissen Umständen dennoch nach der Unterstützung durch eine “höhere Macht” um; allerdings hat sich sein Urteilsvermögen inzwischen so sehr verirrt, dass er den Irrlichtern der Finsternis nachläuft und sich jeglicher Art des Aberglaubens und der Entdeckungsreisen durch die Welt des Okkultismus (Hellseher, Spiritismus, Wahrsager, Horoskope usw.) hingibt, weil ihn seine Verunsicherung dazu veranlasst, die Dinge absolut kennen zu wollen, bevor Gottes Stunde gekommen ist, diese den Menschen zu offenbaren.
Sobald der Mensch seine eigenen Lebensgesetze macht und damit anfängt, sein Leben diesen Gesetzen entsprechend zu führen, verbannt er Gott und Seine Gesetze aus seinem Leben und wird er immer weniger empfänglich für die Zeichen, die Gott durch die unterschiedlichsten Werke und Einflüsterungen Seiner Vorsehung im Alltag setzt. Die Frucht von all dem ist eine unsichere, gehetzte und unglückliche Seele, die sich verloren und verlassen fühlt und dieses Gefühl als feststehenden Beweis dafür betrachtet, dass Gott gar nicht existiert. Die Seele in dieser Gesinnung versinkt immer tiefer im Sumpf der menschlichen, weltlichen Torheit mit ihren Scheinbedürfnissen und ihren Ängsten, die den Menschen zum Sklaven finsterer Kräfte macht.
25. März, Verkündigung des Herrn
Sievernich: Botschaft vom 04.04.2005, Verkündigung des Herrn: „Das Wort ist Fleisch geworden. Dies sei der Festtag dieses Ortes!“
Der jährliche Gebetsweg von
Düren-Gürzenich nach Sievernich
Am Montag der Karwoche, dem 6. April 2009, findet wieder der jährliche von der Gottesmutter gewünschte Gebetsweg von Düren nach Sievernich statt. Um 9 Uhr fährt ein Bus von Sievernich nach Düren-Gürzenich. Dieser Bus begleitet die Pilger auch auf ihrem Pilgerweg zurück nach Sievernich. Der Gebetsweg erstreckt sich auf etwa. 23 km und beginnt im Pfarrheim von Gürzenich um 10:00 Uhr. Die Andacht zum Beginn des Gebetsweges findet um 10:15 Uhr in der Pfarr-kirche statt.
Die Kosten für die Busfahrt (von Siev. nach Gürz.) werden ca. 10 Euro pro Person betragen. Das Geld wird im Bus eingesammelt. Jugendliche fahren kostenlos mit. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme aus organisatorischen Gründen an, und zwar bei Herrn Offermann, Zülpich, Tel. 02252950127, Fax 02252950189.
Die nächsten Gebetstreffen in Sievernich:
Montag, 2. März und 6. April 2009