Informationsblatt der Blauen Gebetsoase
Sievernich
Mai 2006
Predigt von Pfarrer Aumüller in Sievernich am 5. Februar 2006
Fürwahr, ein bekanntes Evangelium, das uns heute
vor Augen gestellt wird. In vorderster Reihe der in sich selbst verliebte,
selbstgerechte Pharisäer, auf der anderen Seite, oder besser gesagt, in der
letzten Reihe der selbstzerknirschte, sich der Tragweite seiner Schuld bewusste
Zöllner. Welche Dimension dieses Evangelium hat, wird erst erkennbar, wenn man
diesen Text Wort für Wort durchbuchstabiert:
Dort heißt es: „Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise
dieses Gebet"
Jawohl, das scheint ihm auch zuzustehen! Aus welchem Grund sollte er sich auch
knien! Stolz, aufrecht stehend und Auge in Auge mit seinem Gott spricht er ein
vermeintliches Gebet, das doch nicht mehr als ein verblendetes Selbstgespräch
ist. Dabei spricht er leise, wie es im Evangelium heißt. Nicht aus
Bescheidenheit oder Andacht, sondern weil seine giftgetränkten Worte niemand
hören soll, erst recht nicht der Sünder in der letzten Reihe.
So verraten schon diese beiden Verhaltensweisen, das aufrechte Stehen vor Gott
wie auch das leise, klammheimliche Gebet seine innere Haltung.
In krassem Kontrast dazu stellt uns Jesus den Zöllner in der hintersten Ecke der
Synagoge vor: Auch von ihm wird gesagt, dass er ganz hinten steht, aber er steht
dort nicht aufrecht, sondern gebeugt und zerknirscht aufgrund eines wachem und
nagenden Schuldbewusstseins. Er sieht sich außerstande, mit gutem Gewissen sein
Knie vor seinem Gott zu beugen. Weiter heißt es: „Er wagte nicht einmal, seine
Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott,
sei mir Sünder gnädig!"
Größer könnte der Kontrast nicht sein, den Jesus hier skizziert!
Und eben dieser Kontrast, von dem dieses Evangelium lebt, ist der Kontrast von
rein menschlichem Denken und Gottes Denken: Wie sehr unsere zumeist egoistisch
eingefärbte Vorstellung von Gerechtigkeit von dem Willen Gottes abweicht, macht
das Wort des Propheten Jesaja (55,8) überdeutlich „Meine Gedanken sind nicht
eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege - Spruch des Herrn.
Was wir also aus der menschlichen Warte mit Blick auf den Pharisäer und den
Zöllner als rechtmäßig und vernünftig ansehen, nämlich dass der Gerechte weit
vorne in der Synagoge steht, der Sünder hingegen - bestenfalls (!) - in der
letzen Reihe, wird von Jesus im Letzten als gotteswidrig und zutiefst
verwerflich entlarvt: „Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause
zurück, der andere nicht Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich
aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden." (Lk 18, 13-14).
Es steht außer Frage, dass Gott die Gesetzesübertretungen des Zöllners nicht
gutheißt.
Doch findet er bei ihm - trotz aller offensichtlichen Schuld - etwas vor, dass
dem vermeintlich Gerechten völlig abhanden gekommen ist: es ist die tiefgehende
Einsicht, das er vor Gott keine Rechtsansprüche zu stellen hat, sondern in
allererster Linie Sünder ist und bleibt.
Welche Gesinnung des Herzens Gott am meisten liebt, spricht der Psalm 51
treffend aus, auf den auch das Stammeln des Zöllners gründet:
(Ps 51,18) „Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben; an
Brandopfern hast du kein Gefallen. Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein
zerknirschter Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott,
nicht verschmähen."
Es gibt also etwas, dass Gott noch mehr verachtet als die Sünde, nämlich die
Selbstgerechtigkeit und das damit oft einhergehende herzlose Schielen auf die
Mitmenschen, die nicht so sind, wie man selber.
Gegen diese Verstockung des Herzens ist kein Kraut gewachsen, und deshalb geht
allein der Zöllner gerechtfertigt nach Hause, nicht aber der gesetzestreue
Pharisäer.
in diesem Zusammenhang macht Jesus im Lukasevangelium en vielsagenden Ausspruch
„Ihr redet den Leuten ein, dass ihr gerecht seid; aber Gott kennt euer Herz.
Denn was die Menschen für großartig halten, das ist in den Augen Gottes ein
Greuel.“ (LK16,15).
Allein der Zöllner ist sich seiner Situation, dass heißt seiner Ungerechtigkeit
bewusst; er ist es, der offen und empfänglich ist für die Gnade und
Barmherzigkeit Gottes. Denn:„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und
den glimmenden Docht nicht auslöschen, bis [Gott] dem Recht zum Sieg verholten
hat.“ (Mt 12,20)"
Als ich vor einigen Jahren deutschsprachigen Pilgern in Lourdes die Beichte
abnahm, kam eine junge Frau in den Beichtstuhl, und noch ehe sie sich hinknien
konnte, fing sie bitterlich an zu weinen.
Sie erzählte davon, dass sie vor einiger Zeit abgetrieben hatte, und seither mit
dieser Schuld nicht fertig werde.
Zum Schluss sagte sie einen vielsagenden Satz: „Wissen sie, ich habe nicht so
sehr Angst davor, dass Gott mir diese Schuld nicht vergibt, so schwer sie auch
ist; ich habe seit der Abtreibung? viel größere Angst davor, dass mich ein
Priester wegen meiner Schuld aus dem Beichtstuhl jagen könnte."
Diese Frau, die als junges, naives Mädchen Schuld auf sich geladen hatte,
zitterte an Armen und Beinen vor dem fürchterlichen Richterspruch eines
gnadenlosen Beichtvaters.
Was Sie in diesem Augenblick dennoch dazu bewogen hatte, den Weg zur Beichte zu
finden, war allein die Gnade Gottes, die ihr den Weg aus der Prozession heraus
in den Beichtstuhl gewiesen hatte.
So behält abschließend Pater Alfred Delp mit seiner Feststellung recht, „Die
größte Würde erfährt der Mensch durch das gebeugte Knie und die leere,
geöffnete, nach Gott hin ausgestreckte Hand."
Das gebeugte Knie als Symbol für die Einsicht, dass jeder von uns vor Gott
schuldig ist; die ausgestreckte Hand als Symbol dafür, dass wir alle Tage
unseres Lebens der Gnade und Barmherzigkeit unseres Gottes bedürfen. Nur wer
seine leeren Hände wie ein Schale ausstreckt, kann erhoffen, dass Gott diese
leere Schale mit Vergebung, Barmherzigkeit und Zuspruch füllt.
AMEN.
Die folgend Botschaft vom 04.07.2005 zum Bau eines Brunnen wurde bisher noch
nicht veröffentlich:
„Liebe Kinder, ich grüße und segne euch im Namen meines geliebten Sohnes
Jesus Christus. Legt eure Sorgen in mein unbeflecktes Herz hinein. Mein Sohn
Jesus liebt euch und ist barmherzig. Ich will den Leidenden Linderung
verschaffen, so, wie mein göttlicher Sohn es mir erlaubt.
Gehe an die Stelle, an der ich dir die Geheimnisse schenkte. Dort errichte
einen Brunnen. Tief in der Erde wirst du Wasser finden, was den Leidenden
Linderung schenkt.
Ich wünsche, dass alle Nationen mich an diesem Ort besuchen. Nicht zu meiner
Ehre, mein Sohn Jesus soll hier angebetet werden!“
Gebet zur hl. Teresa von Avila
Heilige
Theresia, du seraphische Jungfrau, du geliebte Braut des Gekreuzigten, du
glühtest auf Erden in inniger Liebe zu deinem und meinem Gott. Jetzt im Himmel
ist dieses Feuer noch reiner und heißer geworden. Dein Wunsch war es stets, ihn
von allen Menschen geliebt zu sehen. Ich bitte dich, erwirke auch mir einen
Funken dieses heiligen Feuers, dass ich auf die Welt, die Geschöpfe und mich
selbst vergesse, dass all mein Denken, Wünschen und Begehren stets darauf
gerichtet ist, in Freud und Leid den Willen des höchsten Gutes zu tun. Denn er
verdient es, dass wir uns bedingungslos ihm unterwerfen und ihn lieben. Du
vermagst so viel bei Gott; darum erbitte mir diese Gnade! Gib, dass ich ganz
erglühe, wie du, in göttlicher Liebe! Amen.
(Hl. Alfons M. von Liguori)
Zeugnisse von Sievernich
Eucharistisches Zeichen vom 6. Februar 2006
Erfüllt mit höchster Freude und unendlicher
Dankbarkeit möchte ich Zeugnis geben von jetzt schon vier Ereignissen in
Sievernich, in denen ich während der Eucharistischen Anbetung Jesus in der Hl.
Hostie sehen durfte.
Zeugnis I
Während der Eucharistischen Anbetung am 8. November 2004 in Sievernich
bemerkte ich nach ca. 5 Minuten auf der Hostie einen dunklen Punkt, der sich
rasch unregelmäßig vergrößerte. Es zeichnete sich deutlich das Bild des
Jesuskindes ab. Ich konnte das Köpfchen mit kleinem Lockenkopf und einen
schmalen Heiligenschein sowie den Oberkörper mit den Oberärmchen sehen, ganz
fein und lieblich, ohne Bekleidung. Das Alter des Jesuskindes schien zwischen 9
und 15 Monate zu sein. Das Bild des Jesuskindes war nicht farbig, sondern in
Grauschattierung gehalten. Es blieb während der gesamten Anbetung, ca. 20
Minuten sichtbar, auch während des Segens. Nach dem Segen drehte der Priester
(Pfr. Peter Kremer) die Monstranz, um die Hostie zu entnehmen. So konnte ich die
Monstranz von der Seite her sehen. Ich sah deutlich, dass zwischen der Hostie
und Jesus ein ganz kleiner Luftraum war, Jesus sich also vor der Hostie
befand. Der Priester entnahm die Hostie, und genau im Moment des Verlassens der
Hostie aus der Monstranz verschwand Jesus augenblicklich.
Zeugnis II
Am Montag, den 5. Dezember 2005 erschien das Bild des Jesuskindes sofort,
nachdem die Monstranz mit der Hl. Eucharistie auf dem Sockel aufgestellt war.
Dieses Mal erschien mir das Jesuskind älter, etwa 2 - 3 Jahre, wieder als
Brustbild, jedoch mit einem dicken Haarkranz ohne Heiligenschein. Etwa 25 – 30
Minuten durfte ich das Jesuskind betrachten und anbeten.
Zeugnis III
Am Montag, den 2. Januar 2006 erschien das Jesuskind in der Hostie unfassbar
zum 3. Mal. Wiederum, sofort nach Einsetzen der Hl. Eucharistie in die
Monstranz, war das Jesuskind zu erkennen, wie die vorigen Male in Grautönen als
Schattierung und als Brustbild. Dieses Mal erhob ich mich von meinem Platz und
kniete direkt an der untersten Altarstufe nieder, so dass ich von der Monstranz
vielleicht noch zwei Meter entfernt war. Das Bild Jesu war noch deutlicher zu
erkennen. Im Gebet wandte ich mich an Jesus mit der Bitte, mir ein persönliches
Zeichen zu gewähren, dass das, was ich in der Hostie erkenne, keine Täuschung
sei, sondern Er selbst Sich in Seiner Güte und Liebe zu uns in der Hl.
Eucharistie zeigen möchte.
Nach kurzer Zeit verschwand das Bild Jesu in der Hl. Eucharistie und die
Hostie wurde strahlend weiß, ein Weiß, wie ich es noch nie gesehen habe. Ich
hatte den Eindruck, dass die Hostie dabei etwas hervortrat. Das strahlende Weiß
ist nicht
zu beschreiben, - es hatte etwas wie einen Opal
an sich, leicht milchig und doch ein Weiß in seiner Helligkeit, die ich mit
Worten nicht zu beschreiben vermag. Die Hostie verschmolz in der Kontur mit der
Monstranz. Nach kurzer Zeit veränderte sich die Hl. Hostie wieder in den
normalen Zustand, und ich erkannte Jesus in der Hl. Hostie wieder wie zuvor.
Dieser Wechsel vollzog sich ca. drei Mal. Ich habe nicht mitgezählt, da ich in
diesen Momenten von dem Geschehen vollkommen gefangen war. Der Wechsel von der
normal aussehenden Hostie mit dem Bild des Jesuskindes und dem hervortretenden
strahlenden Weiß der Hl. Eucharistie war überaus deutlich. Nach dem Wechsel
blieb das Bild des Jesuskindes in der normal aussehenden Hostie während der
gesamten Anbetungszeit.
Ich danke von ganzem Herzen Gott für Seine Liebe und Güte, mir dieses Zeichen
der Bestätigung der Echtheit meiner Wahrnehmung zu gewähren.
Für mich persönlich habe ich dieses Zeichen nicht erbeten. Die körperliche
Gegenwart Jesu Christi durch die Wesensverwandlung des Brotes und Weines während
der Hl. Wandlung durch den Priester in der Hl. Messe in Seinen Leib und Sein
Blut mit Gottheit und Menschheit war und ist fester Bestandteil meines Glaubens.
Dieses Zeichen habe ich erbeten für alle Menschen, denen ich Zeugnis gebe und
diese Schauung für eine Täuschung halten!
Zeugnis IV
Montag, den 6. Februar 2006, zu Beginn der Eucharistischen Anbetung,
entnimmt der Priester die Hostie aus dem Tabernakel, um diese in die Monstranz
einzusetzen. Ich sehe deutlich, dass zu diesem Zeitpunkt die Hl. Hostie ganz
normal aussieht. Sofort, als die Hostie in der Monstranz befestigt war und diese
auf dem Sockel stand, erschien Jesus wieder, zum vierten Mal, in der Hl. Hostie.
Sofort verließ ich meinen Platz und kniete wieder direkt vor der Altarstufe
nieder, ca. zwei Meter vor der Monstranz. Jesus war deutlich zu erkennen.
Außerdem, abweichend von den vorherigen Ereignissen, nahm ich über dem Kopf des
Jesuskindes vier weitere kleine Köpfe war, regelmäßig verteilt am oberen Rand
der Hostie. Leider waren die Köpfe so klein, dass ich keine Person darin
erkennen konnte. Um ein weiteres persönliches Zeichen zur Erkennung der
Gesichter wollte ich nicht bitten. Ich hielt es in Anbetracht der Gewährung
während der Schauung im Januar für vermessen. Das Jesuskind war ca. 30 Minuten,
also während der gesamten Anbetungszeit, zu sehen. Als Pfarrer P. Kremer die
Monstranz zum Segen vom Sockel nahm, war das Bild Jesu verschwunden.
Ich danke Gott von ganzem Herzen für diese unendliche Gnade, Ihn selbst in der
Hl. Eucharistie mit meinen leiblichen Augen sehen zu dürfen, und das nicht nur
ein Mal, sondern bis heute vier Mal. Nie werde ich dieses unverdiente Glück
ermessen können. Köln, im Februar 2006, M. M., Köln
Die Adresse des Zeugen liegt vor.
Ansprache von Manuela Strack anlässlich
der Bischofsernennung von Dr. Bündgens
(10. April 2006, Gebetstag in Sievernich)
Sehr geehrte Beterinnen- und Beter,
noch nie habe ich so viel über Herrn Dr. Bündgens gelesen und gehört wie in den
letzten Wochen. Dies hat einen Grund: Herr Dr. Bündgens wird am 20. Mai im
Aachener Dom von Bischof Dr. Mussinghoff zum Weihbischof von Aachen geweiht.
Seit November 2003 ist Herr Dr. Bündgens nicht nur Pfarrer des Wallfahrtsortes
Heimbach und weiterer Pfarrgemeinden. Seitdem opfert er bis zum heutigen Tag
seine knapp bemessene freie Zeit für die Anliegen der Beter in Sievernich und
seines ihm vom Bischof anvertrauten Beichtkindes auf. So ganz nebenbei hat er
nicht nur das Herz meiner Familie, sondern auch das Herz der Beter durch seinen
selbstlosen priesterlichen Dienst gewonnen. Ich darf ihn als bescheidenen
Menschen erleben, welcher sein Wissen ohne jegliches Machtgehabe vermittelt,
obwohl er ein promovierter und sehr kluger Theologe ist - wie ich meine, ein
priesterliches Vorbild.
Viel besser mit den nüchternen Worten meines Mannes gesagt: „Ein glaubwürdiger
Priester, sein priesterlicher Dienst ist seine Passion!"
So ein Mensch ist ein Geschenk Gottes. Gott sei Dank für diesen Menschen! Heute
möchte ich mich bei Ihnen Herr Dr. Bündgens im Namen aller Anwesenden für Ihr
Wohlwollen und Ihre Begleitung recht herzlich bedanken.
Liebe Beterinnen- und Beter, wenn sie den Aachener Dom besuchen, dann sehen sie
vorne rechts an einer Säule eine schöne Dame, die auf unseren neuen Weihbischof
wartet. Es ist Maria, unsere makellose Gottesmutter, die Kaiserin von Aachen.
Sie hält das Jesus-Kind auf ihrem Arm.
Maria, Kaiserin von Aachen, bitte für unseren neuen Weihbischof Herrn Dr.
Bündgens und gib, dass unsere Gebete ihn bei der Ausübung seines neuen Amtes
stärken und tragen.
Video über die Erscheinungsstätte Sievernich
Es ist geplant, ein Video bzw. eine CD über die Erscheinungen von Sievernich
zu erstellen. Hierzu werden Helfer gesucht, die auf diesem Gebiet Erfahrung
haben. Bitte melden Sie sich bei der Blauen Gebetoase.
Die nächsten Gebetstreffen in Sievernich:
Montag, 1. Mai und 5. Juni 2006
Die neue Web-Adresse von Sievernich lautet: www.sievernich.eu