Informationsblatt der Blauen Gebetsoase
in Sievernich
Juli 2006
Zur Bischofsweihe von
Dr. Johannes Bündgens
Am 20 Mai 2006 wurde
Dr. Johannes Bündgens, der Seelenführer von Manuela Strack, im Aachener Dom von
Bischof Mussinghof zum Bischof geweiht. Zwei Wochen später nahm er wieder,
diesmal als Bischof, am Gebetstreffen der Blauen Gebetsoase in Sievernich teil.
Aachen (iba) – „Du wirst den Menschen die Freundschaft Jesu nahe bringen“
betonte Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff am Samstag, dem 20. Mai 2006 in einem
Pontifikalamt im Aachener Dom, in dem er Pfarrer Dr. Johannes Bündgens (50) zum
Bischof weihte. Papst Benedikt XVI. hatte den ehemaligen Leiter der Gemeinschaft
der Gemeinden Heimbach am 15. März 2006 zum Titularbischof von Árd Carna in
Irland und Weihbischof in Aachen ernannt. Die Weihe erfolgt auf den Titel
einer früheren, untergegangenen Diözese, daher Titularbischof. In jener Diözese
hat er jedoch keine Jurisdiktionsgewalt.
Wahlspruch und Wappen
Weihbischof
Dr. Johannes Bündgens hat eine Textstelle aus dem Brief des Apostels Paulus an
die Epheser (Eph 5,32) gewählt. Der Vers lautet auf lateinisch: MYSTERIUM MAGNUM
ECCLESIA“, auf deutsch: „Das große Geheimnis – Die Kirche“.

Das Wappen hat als Hintergrund das Wappen des Bistums
Aachen, das schwarze Kreuz auf goldenem Grund. Das Kreuz ist belegt mit einem
blauen Mittelschild, darin balkenweise ein goldener Liebesknoten, bestehend aus
zwei aus den Schildrändern hervorkommenden, miteinander verflochtenen
Kreuzschlaufen, oben und unten von je einem goldenen Kleeblatt begleitet.
Der „Liebesknoten“ steht symbolisch für den Bund zwischen Gott und den Menschen,
zudem ist das „Gebundene“ in volksetymologischen Sinne eine Anspielung auf den
Familiennamen und schließlich erinnert dieses Emblem an keltische
Flechtwerkornamentik, passend zu dem in Irland liegenden Titularbistum. Hierfür
stehen auch die Kleeblätter, die zugleich auf die bäuerliche Herkunft der
Familie Bündgnes hinweisen. Blau und Gold sind die Farben des Stammortes
Eschweiler.
Die Insignien von Weihbischof Dr. Johannes Bündgens
Stab – Ring – Brustkreuz
Bischofsstab
Der Bischofsstab von Weihbischof Dr. Johannes Bündgens ist aus Königspalisanderholz gefertigt. Als Modell diente den Aachener Goldschmiedemeistern Hubertus und Benedikt Förster ein einfacher Holzstab, der aus vier miteinander verbundenen Einzelteilen gefertigt ist. Die Krümme und die Verbindungselemente sind aus Silber. Die Anzahl der Verbindungselemente erhöht sich von unten (eins) nach oben (drei) und symbolisiert die Dreifaltigkeit.
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Bischofssring
Der
goldene Ring von Weihbischof Bündgens enthält einen Bergkristall mit kreuzförmig
eingewachsenen Rutilnadeln. Der Ring ist unterlegt mit Königspalisanderholz. Ein
Bergkristall mit kreuzförmig eingewachsenen Rutilnadeln ist äußerst selten,
deshalb wurde der Ring nicht weiter ausgeschmückt.

Brustkreuz
Das
Brustkreuz von Weihbischof Bündgens ist ebenfalls, wie sein Bischofsstab, aus
Königspalisanderholz gefertigt. Es ist geschmückt mit insgesamt zwölf
pyramidenförmigen Bergkristallen mit Rutilnadeln, die an die zwölf Apostel
erinnern. Die goldene Pyramide in der Mitte symbolisiert Jesus Christus. Eine
zweite goldene Pyramide am oberen Rand des Kreuzes ist durchbrochen. Der
Durchbruch ist ein stilisiertes „M“ und ist ein Symbol für die Gottesmutter
Maria.

Johannes Bündgens wurde am 2. April 1956 in Eschweiler geboren. Nach
seinem Abitur im Jahr 1974 bewarb er sich um Aufnahme als Priesterkandidat für
das Bistum Aachen und begann im selben Jahr seine theologischen Studien an der
Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Am 10. Oktober 1980 empfing er in Rom
die Priesterweihe. Nach Abschluss seiner Studien in Rom wirkte er von 1981 bis
1985 als Kaplan an St. Kornelius, Viersen-Dülken. Ab November 1985 war er
freigestellt für ein Promotionsstudium in Rom, das er im Mai 1990 mit der
Promotion zum Doktor der Theologie abschloss. Nach seiner Rückkehr in das Bistum
Aachen war er zunächst Mitarbeiter, ab Januar 1991 Abteilungsleiter, der
Abteilung Fort- und Weiterbildung in der Hauptabteilung Pastoralpersonal im
Bischöflichen Generalvikariat Aachen. Zeitgleich übernahm er
Subsidiarstätigkeiten an St. Kornelius, Aachen-Kornelimünster und St. Brigida,
Stolberg-Venwegen. Mit Wirkung zum 1. Oktober 1992 wurde er von Bischof Dr.
Klaus Hemmerle zum Spiritual am Aachener Studienkonvikt in Bonn, dem Collegium
Leoninum, ernannt, 1997 auch zum Spiritual für die Ständigen Diakone. Seit
Oktober 2002 ist Dr. Johannes Bündgens Pfarrer an St. Dionysius,
Heimbach-Vlatten, St. Klemens, Heimbach, St. Martin, Heimbach-Hergarten und St.
Nikolaus, Heimbach-Hausen, seit Juni 2003 priesterlicher Leiter der Gemeinschaft
der Gemeinden Heimbach. Er gehört ferner seit Januar 2003 als gewähltes Mitglied
dem Diözesanpriesterrat an.
Gebetsaufruf für den neuen Weihbischof
Bitte beten Sie täglich für Weihbischof Dr. Bündgens. Sehr geeignet ist das
folgende Gebet für die Bischöfe vom hl. Petrus Canisius, der nach dem hl.
Bonifatius als der zweite Apostel Deutschlands gilt.
Allmächtiger, ewiger Gott, du hast für die Leitung deiner heiligen Kirche und
die Glaubenseinheit über uns die Bischöfe gesetzt als Nachfolger der Apostel,
als Wächter und Beschützer der Seelen. Gieße aus über sie, so flehen wir
inständig zu dir, eine Gnadenfülle, wirksam genug, dass sie sich immer mehr als
gute Hirten bewahren und nutzbringend arbeiten zu deiner Verherrlichung und zu
unserem Heil; dass sie durch ihr Wort und vor allem durch ihr Beispiel
vollkommen alle Pflichten erfüllen, die ihnen aufgetragen sind; dass sie den
christlichen Glauben rein von jedem Irrtum bewahren; dass wir unter ihrer Glück
bringenden Leitung allezeit leben können in Frömmigkeit, Frieden und
christlicher Liebe. Amen.
Über die Demut und Majestät des Herrn
„Herz Jesu, gütig und selbstlos von Herzen, bilde unser Herz nach Deinem
Herzen“ beten wir in der Herz-Jesu-Litanei. Die Liebe Gottes zu uns ist so groß,
dass Er Sich herabließ, Mensch zu werden und Sich sogar als Kind in eine
Futterkrippe legen ließ.
Die Hl. Teresa von Avila sagte am
24.12.2004 zu Manuela: „Unfassbar, welche Gnade uns zuteil wurde und immer
aufs Neue zuteil wird. Seine erhabene Majestät verließ den göttlichen Thron und
wählte aus Liebe zu uns die Armut und Kleinheit, weit entfernt von aller
Erhabenheit.“
Aber Jesus wurde nicht nur Kind, nein, Er wartet auch im Tabernakel als
„Gefangener der Liebe“ auf uns, damit wir kommen, Ihn anzubeten. Ja, Er gibt
Sich uns sogar im Hochheiligen Sakrament zur Speise. Kann diese Liebe denn noch
übertroffen werden?
Jesus Christus hat uns in Seiner Liebe zwar Bescheidenheit und Demut vorgelebt,
dennoch war es in der Vergangenheit immer ein Bestreben der Kirche, Seine
Majestät durch kostbare Ausstattung der Kirchenräume, durch prunkvolle
Messgewänder, prächtige Monstranzen und andere wertvolle sakrale Gegenstände
hervorzuheben.
Leider kann man heute häufig einen gegenteiligen Trend feststellen, einen
Trend zur Nivellierung. Aus reiner Liebe hat Sich der Herr in der Eucharistie
klein gemacht, damit wir uns Ihm in Liebe und ohne Furcht nähern können. Dem
Menschen aber steht es nicht zu, die Demut Gottes durch eine spartanische
Kirchenausstattung und die Verwendung schlichter sakraler Gegenstände zu
betonen. Nur weil Gott Sich uns als selbstlos und demütig zu erkennen gab,
dürfen wir Seine Erhabenheit von uns aus nicht herabsetzen. Stets müssen wir uns
Seiner Majestät bewusst sein. Um Seiner unendlichen Größe gerecht zu werden -
soweit es uns als Menschen überhaupt möglich ist - und um eine tiefe Ehrfurcht
der Gläubigen zu fördern, sind das prunkvollste Messgewand, die kostbarste
Monstranz und die wertvollsten sakralen Gegenständen immer noch zu wenig, Ihn
gebührend zu ehren.
Wenn unsere protestantischen Mitchristen die Schlichtheit in Ihren Gebetsräumen
vorziehen, so ist das verständlich; denn der Heiland ist ja bei Ihnen nicht in
der Eucharistie gegenwärtig. Aber in den katholischen Kirchen ist es anders.
Hier ist Gott wahrhaft mit Leib und Seele in Gestalt des Brotes gegenwärtig. Wie
soll unsere Ehrfurcht vor dem Herrn wachsen, wenn wir, die Glieder der Kirche,
Ihm, dem Haupt, nicht auch äußerlich die größtmögliche Ehre erweisen?
Am 06.01.2005 sagte die Hl. Teresa von Avila
zu Manuela: „Betet Ihn an, ihr Völker, betet Ihn an, den König der Könige.
Die Magier (=Sterndeuter) schenkten Ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Ihr
aber, schenkt Ihm euer Herz und betet Ihn an!“
Der Hl. Pfarrer von Ars schrieb am
18. Oktober 1822: „Die
Dorfkirche
kann niemals prächtig und herrlich genug ausgestattet werden, so wie ich mir das
vorstelle."
Er selbst lief ärmlich und
bescheiden in einer zerschlissenen Soutane herum und tauschte sein Brot mit dem
verschimmelten Brot des Bettlers, aber für Gott war ihm nichts gut genug. Er
bemühte sich z. B. um kostbare Gewänder und schaffte silberbestickte Fahnen und
einen Traghimmel für die Fronleichnamsprozession an, damit diese in ihrem ganzen
Glanz gefeiert werden könne.
Von der am 19. Oktober 2003 selig
gesprochenen Mutter Teresa von Kalkutta ist bekannt, dass sie selbst in
großer Armut lebte, aber nicht sparte, wenn es zur Ehre Gottes war. An
einen Bischof, der ihr seinen Ring für ihre Schützlinge gab, schrieb sie
Folgendes: „…Ich habe das Gold des Ringes für die Armen genommen, den
Edelstein aber für einen Kelch aufgehoben…“; denn “…wo man Gott
nicht mehr ehrt, verkommen die Kinder und die Alten…“
aus „Der Liebe Raum geben unterwegs“, Fatima-Aktion, 88353 Kisslegg
In Johannes 12, 3-7 heißt es:
„Da nahm Maria ein Pfund kostbarer Salbe von echter Narde, salbte
die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren Haaren ab; das Haus aber wurde
von dem Duft der Salbe erfüllt. Einer aber aus Seinen Jüngern, Judas Iskariot,
der Ihn verraten sollte, sagt: Warum hat man diese Salbe nicht um dreihundert
Denare* verkauft und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, weil ihm an den
Armen etwas gelegen war, sondern weil er ein Dieb war, den Beutel führte und von
dem, was hineingelegt wurde, unterschlug. Jesus erwiderte: Lasset sie, damit sie
dies für den Tag meines Begräbnisses verbrauche.“
*Der Wert der Salbe ist höher als das
Jahreseinkommen eines vollbeschäftigten Arbeiters (Mt 20,2).
Über die Statue
„Maria, die Makellose" von Sievernich
Maria
nennt sich bei ihren Erscheinungen in Sievernich die Makellose. Sie trägt einen
weißen Mantel und ein weißes Gewand. Ihr Herz ist offen und von
Dornen umwunden. Die Gottesmutter sagte, dass die Dornen für diejenigen
Priester stehen, die ihrem göttlichen Sohn Jesus nicht mehr folgen. Sie
zeigt mit ihrer rechten Hand auf ihr Herz. Mit der linken Hand reicht Sie uns
den Rosenkranz, der aus weißen Rosen besteht.

Sie steht barfuß auf einer Wolke, die mit drei Rosen versehen ist, eine rote
Rose, die für den schmerzhaften Rosenkranz steht, eine goldene Rose - in die
Mitte gerückt - welche für den glorreichen aber auch lichtreichen Rosenkranz
steht, eine weiße Rose, die den freudenreichen Rosenkranz: darstellen soll.
Die 150 cm große Statue aus Lindenholz fertigte der Bildhauer
Alexander Kostner aus St. Ulrich, Grodnertal. Die Künstlerin Barbara Kostner,
Schwester des Bildhauers, war für die Malarbeiten verantwortlich.
Maria die Makellose trägt auf ihrem Haupt eine goldene Krone. Ihr
göttlicher Sohn Jesus schenkte ihr die Krone, die mit acht Dreiblattelementen
versehen ist. Die Dreiblattkrone weist auf die Allmacht der Trinität
(Dreifaltigkeit) hin. Auf jedem der acht Dreiblattelemente sitzen jeweils drei
Blautopassteine in Tropfenform.
Die Krone wurde in Vallendar von der Goldschmiede- und
Kunstwerkstätte der Schönstätter Marienbrüder hergestellt. Sie besteht aus
vergoldetem Silber.
Der Rosenkranz wurde von Manuela in Handarbeit gefertigt.
Am 28. April 2003 ist die Statue von der Künstlerfamilie Kostner nach Sievernich
gebracht worden, wo noch am gleichen Tag Mitarbeiter der Goldschmiede und
Kunstwerkstätte die Krone anpassten.
Am Montag dem 05. Mai 2003 wurde die Statue gesegnet und ab dem 13. Mai 2005
steht die Statue in der Sievernicher Kapelle.
Das Skapulier der Makellosen von Sievernich
Das Skapulier, welches die Gottesmutter in Sievernich trug, war größer als
das übliche braune Skapulier. Die Grundfarbe war braun. Auf dem braunen
Hintergrund war golddurchwirkt (wie mit Goldfäden fein gestickt) das Bild der
Karmelkönigin. Doch trat der Jesusknabe deutlich aus diesem Bild hervor, so dass
die Gottesmutter eher im Hintergrund des Bildes blieb. Der Stoff des Skapuliers
war wie aus feinster Seide. Anders kann Manuela es leider nicht beschreiben. Sie
weiß allerdings, dass ihre Beschreibung eigentlich ungenügend ist.
Stellungnahme
Sehr geehrte Beterinnen und Beter,
wieder einmal wurden - wie schon so oft - Flyer bei unserem letzten
Gebetstreffen im Juni ohne Einverständnis der geistlichen Leitung verteilt. Da
diese Flyer verschiedenen Inhalts sind und verschiedenen auswärtigen Sehungen,
Erscheinungen, Bewegungen usw. zugrunde liegen, möchte ich mich von diesen
distanzieren. Die Flyer, die Ihnen angeboten werden, haben mit den Botschaften
von Sievemich nichts zu tun. Meine Bitte geht insbesondere an die Verteiler, die
an diesem Ort gegebene Botschaft der Gottesmutter und den Ort Sievemich zu
achten und insbesondere im kirchlichen Bereich die Verteilung jeglicher
Flugblätter zu unterlassen.
Vielen Dank!
Manuela Strack
Die nächsten Gebetstreffen in Sievernich:
Montag, 3. Juli 2006 und 7. August 2006