Informationsblatt der Blauen Gebetsoase
in Sievernich
"Betrachtet die euch zugeteilte Anbetungsstunde als eine Stunde des Paradieses: tretet sie an. als würdet ihr zum Himmel schreiten, zum göttlichen Gastmahl: dann werdet ihr diese Stunde herbeisehnen, ihr werdet sie mit Freuden begrüßen. In aller Ruhe bewahrt in euch die Sehnsucht nach dieser Stunde in eurem Herzen. Sagt euch: in vier Stunden, in einer Stunde werde ich zur Audienz der Gnade und Liebe zu Unserem Herrn gehen: er hat mich dazu eingeladen, er erwartet mich, er sehnt sich nach mir."
"Beginnt alle eure Anbetungen mit einem Akt der Liebe und so öffnet ihr behutsam eure Seele für sein göttliches Werk. Wenn ihr mit euch selber anfangt, bleibt ihr am Weg stehen. Wenn ihr aber mit einer anderen Tugend als jener der Liebe beginnt, so steht ihr erst in der Vorbereitung: umarmt nicht zuerst das Kind seine Mutter, bevor es ihr gehorcht? Die Liebe ist die einzige Tür zum Herzen."
"Ihr Anbeter, wollt ihr das Geheimnis des eucharistischen Gebetes kennen lernen? - Dann schaut durch dieses göttliche Prisma alle Wahrheiten und Tugenden der Religion. Die Hl. Eucharistie möge euer erster Ausgangspunkt sein - von der Sonne gehen alle Strahlen aus -, und so werdet ihr vom Herd allen Lichtes ausgehen. Die Hl. Eucharistie ist der vergangene, gegenwärtige und zukünftige Jesus. Sie ist das Ziel der Liebe seines sterblichen Lebens; alle Geheimnisse sind in ihr verherrlicht, alle seine Tugenden finden sich in ihr in einer wunderbaren Weise. Sie ist das königliche Geheimnis des Glaubens, wo alle Wahrheiten zusammenfließen wie die Flüsse in den Ozean."
"Soll aber die Eucharistie alles überstrahlen, muss man in ihr leben und sie zur königlichen Wissenschaft seines Geistes und zur erhabenen Liebe seines Herzens erheben. Dann wird sie zur edlen Leidenschaft unseres Lebens: das Leben des Menschen geht ganz in jener Leidenschaft auf. von der er beherrscht wird."
"Glücklich jene Seele, die es versteht. Jesus in der göttlichen Eucharistie und alles in Jesus, der Hostie, zu finden!"
Hl. Julian Eymard (1811-1868)
10 praktische Ratschläge zur eucharistischen Anbetung
1. Du bist eingetreten in diese Kirche, in der Du Jesus in der Eucharistischen Gegenwart begegnest.
Kehre jetzt ein in Dein Herz, in den innersten Teil Deines Wesens.
2. Es ist still um Dich herum.
Mache Stille in Dir. Bringe alle Stimmen, die in Dir sind, zum Schweigen. Geh nicht Deinen unnützen Gedanken nach. Behalte Deine Probleme, Deine Sorgen, Deine Ängste nicht für Dich, sondern schenke sie Jesus. Während dieser Anbetung kümmere Dich nur um IHN und ER wird sich um Dich sorgen, viel besser als Du es selbst tun könntest. Bitte IHN um die Gnade der Hingabe und des Vertrauens.
3. Blicke auf Jesus in der Eucharistie.
Lass Dein Herz beginnen zu reden, das heißt: beginne den zu lieben, der uns zuerst geliebt hat.
4. Tritt ein in das Gebet des Herzens, bis es Dein Gebet, Dein Schrei, Deine Bitte wird.
Herz Jesu, ich vertraue Dir. / Mein Vater, ich schenke mich Dir. / Jesus, Sohn des lebendigen Gottes, erbarme dich meiner. / Jesus, ich liebe dich. / Du bist mein Hirte. / Du bist bei mir. / Jesus, mild und sanftmütig von Herzen, bilde mein Herz nach Deinem Herzen. / Jesus, Jesus
5. Verbringe diese ganze Zeit nicht mit Jammern oder nur mit Bitten.
Steig ein in den Lobpreis, in die Dankbarkeit. Anstatt darüber nachzudenken, was Dir fehlt, lobe und preise den Herrn für das, was Du bist und für das, was Du hast. Lobe den Herrn für das, was Dir morgen gegeben wird.
6. Die Müdigkeit kann Dich überfallen und Du kannst durch Zerstreutheit die Aufmerksamkeit verlieren.
Hab Mut, wieder mit dem Gebet des Herzens zu beginnen, ganz sanftmütig. Erbitte die Hilfe des Heiligen Geistes, damit Er Dir in Deiner Schwachheit zu Hilfe eilt und immer mehr Dein innerer Lehrer wird.
7. Jesus ist in der Mitte der Kirche
Er will auch in der Mitte Deines Lebens sein. Indem Du Ihn betrachtest, lerne immer mehr vom „Ich" zum „Du" hinüber zu gelangen von Deinem Willen, Deine eigenen Pläne zu verwirklichen, zum Wunsch und zum Empfangen Seines Willens für Dich.
8. Er ist feierlich ausgesetzt.
Empfange das Licht, das aus Seiner Gegenwart strömt. So wie die Sonne aufwärmt und den Schnee zum Schmelzen bringt, so wird Er, wenn Du Dich ihm aussetzt, auch Deine Dunkelheiten, welche Dein Herz umhüllen, erleuchten, bis sie ganz verschwinden.
9. Er verbirgt sich in der armen und einfachen Gestalt des Brotes.
Er kommt zu Dir als Armer, damit Du lernst in aller Wahrheit Deine Armut und die Deiner Brüder anzunehmen.
10. Du bist in der Stille, bleibe in der Stille.
Maria, der Morgenstern und das Himmelstor, ist auf Deinem Weg neben Dir; sie zeigt Dir Deinen Weg und führt Dich in das Königsgemach. Sie ist es, die Dich in der Stille lehrt, die Gegenwart der Dreifaltigkeit in Dir zu entdecken, indem Du Jesus betrachtest. Und Du wirst in Deinem Leben das Wort des Psalms erfahren: „Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten, und ihr braucht nicht zu erröten." (Ps 34,6)
In Sievernich werden religiöse Schriften verliehen.
Adresse: Frau Roswitha Maria Marburg, Rövenicher Str. 4, 52391 Sievernich, Tel./Fax: 02252 836933
"Wie viele Seelen sind nicht durch gute Bücher gerettet worden", schrieb der hl. Don Bosco drei Jahre vor seinem Tod. Doch wie gering erscheint heute die Zahl guter Bücher im Vergleich zur Flut glaubensfeindlicher Literatur! Um so wichtiger ist es, sich um die Verbreitung guter Glaubensliteratur zu bemühen.
Sie können beim Aufbau unserer Leihbücherei helfen, indem Sie uns gut-katholische Bücher und Schriften zur Verfügung stellen, von denen Sie sich trennen können. Die besten Bücher nützen nichts, wenn sie im Schrank stehen und nicht gelesen werden. Wenn sie aber durch Verleihen einen größeren Personenkreis erreichen, werden sie reiche Frucht bringen.