Informationsblatt der Blauen Gebetsoase Sievernich
Oktober 2006
Dringender Aufruf zum Gebet
Am 7. Oktober 2002 vertraute mir die Gottesmutter „drei
Schlüssel“ an. Der Wunsch der Gottesmutter war, über deren Inhalt zu schweigen.
Nur für den Heiligen Vater in Rom waren die Schlüssel bestimmt. Ohne den Inhalt
der Schlüssel preiszugeben, weise ich darauf hin, dass diese begonnen haben.
Aufgrund der aktuellen Ereignisse bitte ich Sie, besonders für den Heiligen
Vater, die Priester und die Kirche zu beten. Schauen wir auf unseren Herrn
Jesus und Seine Mutter. Bitte reagieren Sie auf Hass und Gewalt mit dem Rüstzeug
Gottes: mit Liebe und Gebet. Ich fühle mich verpflichtet zu schreiben, dass wir
Christen uns nun besonders im Gebet zusammenschließen sollten. Verlieren wir
keine wertvolle Zeit. Wenn wir beten, können wir zwar nicht alles, jedoch vieles
zum Guten wenden.
In allen Zeiten war es Wunsch der Gottesmutter, den Papst, die Priester und die
Kirche zu schützen. Werden die Botschaften der Gottesmutter weiter ignoriert,
wird der Schmerz der Kirche um so größer sein. Eine Panikmache liegt mir
wirklich fern und ist fehl am Platz. Bitte schauen Sie nicht nur auf die
Ereignisse in den Medien, fangen Sie an zu beten. Organisieren Sie sich in
Gebetsgruppen nach Ihren Möglichkeiten. Dann tun Sie, was Gott will, und handeln
verantwortlich. Besonders empfehlen darf ich die Weihe an das Unbefleckte Herz
Mariens. Stellen wir uns alle unter den schützenden Mantel der Immaculata. Sie
möge Fürbitte bei ihrem Sohn Jesus für uns Deutsche halten, damit unsere
Schwerhörigkeit gegenüber dem Willen Gottes geheilt werde.
Manuela Strack
Predigt von Papst Benedikt XVI.
am 12. September 2006 in Regensburg
„… Zu einem Fest des Glaubens haben wir uns versammelt. Aber da steigt nun
doch die Frage auf: Was glauben wir denn da eigentlich? Was ist das, Glaube?
Kann es das eigentlich noch geben in der modernen Welt? Wenn man die großen
Summen der Theologie ansieht, die im Mittelalter geschrieben wurden, oder an die
Menge der Bücher denkt, die jeden Tag für und gegen den Glauben verfasst werden,
möchte man wohl verzagen und denken, das sei alles viel zu kompliziert.
Vor lauter Bäumen sieht man am Ende den Wald nicht mehr. Und es ist wahr: Die
Vision des Glaubens umfasst Himmel und Erde; Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft,
die Ewigkeit und ist darum nie ganz auszuschöpfen. Und doch ist sie in ihrem
Kern ganz einfach. Der Herr selber hat ja zum Vater darüber gesagt: „Den
Einfachen hast Du es offenbaren wollen – denen, die mit dem Herzen sehen können“
(vgl. Mt 11, 25).
Die Kirche bietet uns ihrerseits eine ganz kleine Summe an, in der alles
Wesentliche gesagt ist: das so genannte Apostolische Glaubensbekenntnis.
Es wird gewöhnlich in zwölf Artikel eingeteilt – nach der Zahl der zwölf Apostel
– und es handelt von Gott, dem Schöpfer und Anfang aller Dinge, von Christus und
Seinem Heilswerk bis hin zur Auferstehung der Toten und dem ewigen Leben.
Aber in seiner Grundkonzeption besteht das Bekenntnis nur aus drei Grundstücken,
und es ist von seiner Geschichte her nichts anderes als eine Erweiterung der
Taufformel, die der auferstandene Herr selber den Jüngern für alle Zeiten
übergeben hat, als Er ihnen sagte: Geht hin, lehrt die Völker und tauft sie auf
den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (Mt 28, 19).
Wie wir dann sehen, zeigt sich zweierlei: Der Glaube ist einfach. Wir
glauben an Gott – an Gott, den Ursprung und das Ziel menschlichen Lebens. An den
Gott, der sich auf uns Menschen einlässt, der unsere Herkunft und Zukunft ist.
So ist Glaube immer zugleich Hoffnung, Gewissheit, dass wir Zukunft haben und
dass wir nicht ins Leere fallen. Und der Glaube ist Liebe, weil Gottes Liebe
uns anstecken möchte. Das ist das Erste: Wir glauben einfach an Gott. Und das
heißt Hoffnung, das heißt Liebe.
Als zweites können wir feststellen: Das Glaubensbekenntnis ist nicht eine Summe
von Sätzen, nicht eine Theorie. Es ist ja verankert im Geschehen der Taufe – in
einem Ereignis der Begegnung von Gott und Mensch. Gott beugt sich über uns
Menschen im Geheimnis der Taufe; Er geht uns entgegen und führt uns so
zueinander.
Denn Taufe bedeutet, dass Jesus Christus uns sozusagen als Seine Geschwister und
damit als Kinder in die Familie Gottes hinein adoptiert. So macht Er uns damit
alle zu einer großen Familie in der weltweiten Kirche. Ja, wer glaubt, ist nie
allein. Gott geht auf uns zu. Gehen auch wir Gott entgegen, dann gehen wir zu
aufeinander. Lassen wir keines der Kinder Gottes allein, so weit es in
unseren Kräften steht!
Wir glauben an Gott. Das ist unser Grundentscheid. Aber nun noch einmal die
Frage: Kann man das heute noch? Ist das vernünftig? Seit der Aufklärung arbeitet
wenigstens ein Teil der Wissenschaft emsig daran, eine Welterklärung zu finden,
in der Gott überflüssig wird. Und so soll Er auch für unser Leben überflüssig
werden.
Aber sooft man auch meinen konnte, man sei nahe daran, es geschafft zu haben –
immer wieder zeigt sich: Das geht nicht auf. Die Sache mit dem Menschen geht
nicht auf ohne Gott, und die Sache mit der Welt, dem ganzen Universum, geht
nicht auf ohne Ihn.
Letztlich kommt es auf die Alternative hinaus: Was steht am Anfang: die
schöpferische Vernunft, der Schöpfergeist, der alles wirkt und Sich entfalten
lässt oder das Unvernünftige, das vernunftlos sonderbarerweise einen
mathematisch geordneten Kosmos hervorbringt und auch den Menschen, seine
Vernunft. Aber die wäre dann nur ein Zufall der Evolution und im letzten doch
auch etwas Unvernünftiges.
Wir Christen sagen: Ich glaube an Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde –
an den Schöpfer Geist. Wir glauben, dass das ewige Wort, die Vernunft am
Anfang steht und nicht die Unvernunft. Mit diesem Glauben brauchen wir uns
nicht zu verstecken, mit ihm brauchen wir nicht zu fürchten, uns auf einem
Holzweg zu befinden. Freuen wir uns, dass wir Gott kennen dürfen und versuchen
wir, auch anderen die Vernunft des Glaubens zugänglich zu machen, wie es der
heilige Petrus den Christen seinerzeit und auch uns in seinem ersten Brief
aufträgt (1 Petr 3, 15).
Wir glauben an Gott. Das stellen die Hauptteile des Glaubensbekenntnisses
heraus, und das betont besonders der erste Teil davon. Aber nun folgt sofort die
zweite Frage: An welchen Gott? Nun, eben an den Gott, der Schöpfergeist ist,
schöpferische Vernunft, von der alles kommt und von der wir kommen. Der zweite
Teil des Glaubensbekenntnisses sagt uns mehr. Diese schöpferische Vernunft ist
Güte.
Sie ist Liebe. Sie hat ein Gesicht. Gott lässt uns nicht im Dunklen tappen. Er
hat sich gezeigt als Mensch. So groß ist Er, dass Er es sich leisten kann, ganz
klein zu werden. „Wer Mich sieht, sieht den Vater“, sagt Jesus (Joh 14, 9). Gott
hat ein menschliches Gesicht angenommen. Er liebt uns bis dahin, dass Er Sich
für uns ans Kreuz nageln lässt, um die Leiden der Menschheit zum Herzen Gottes
hinaufzutragen.
Heute, wo wir die Pathologien, die lebensgefährlichen Erkrankungen der
Religion und der Vernunft sehen, die Zerstörungen des Gottesbildes durch Hass
und Fanatismus, ist es wichtig, klar zu sagen, welchem Gott wir glauben und zu
diesem menschlichen Antlitz Gottes zu stehen. Erst das erlöst uns von der
Gottesangst, aus der letztlich der moderne Atheismus geboren wurde.
Erst dieser Gott erlöst uns von der Weltangst und von der Furcht vor der Leere
des eigenen Daseins. Erst durch das Hinschauen auf Jesus Christus wird die
Freude an Gott voll, wird zur erlösten Freude. Richten wir in dieser festlichen
Feier der Eucharistie unseren Blick auf den Herrn, wie Er hier am Kreuz vor uns
aufgerichtet ist, und bitten wir Ihn um die große Freude, die Er in Seiner
Abschiedsstunde den Jüngern verheißen hat (Joh 16, 24).
Der zweite Hauptteil des Bekenntnisses schließt mit dem Ausblick auf das
Letzte Gericht und der dritte mit dem auf die Auferstehung der Toten.
Gericht – wird uns da nicht doch wieder Angst gemacht? Aber wollen wir nicht
alle, dass einmal all den ungerecht Verurteilten, all denen, die ein Leben lang
gelitten haben und aus einem Leben voller Leid in den Tod gehen mussten, dass
ihnen allen Gerechtigkeit widerfährt?
Wollen wir nicht alle, dass am Ende das Übermaß an Unrecht und Leid, das wir in
der Geschichte sehen, sich auflöst; dass alle am Ende froh werden können, dass
das Ganze Sinn erhält? Diese Herstellung des Rechts, diese Zusammenfügung der
scheinbar sinnlosen Fragmentstücke der Geschichte in ein Ganzes hinein, in dem
die Wahrheit und die Liebe regieren: Das ist mit dem Weltgericht gemeint. Der
Glaube will uns nicht Angst machen, aber er will uns zur Verantwortung rufen.
Wir dürfen unser Leben nicht verschleudern, nicht missbrauchen, es nicht
einfach für uns selber nehmen; Unrecht darf uns nicht gleichgültig lassen,
wir dürfen nicht seine Mitläufer oder sogar Mittäter werden. Wir müssen unsere
Sendung in der Geschichte wahrnehmen und versuchen, dieser unserer Sendung zu
entsprechen. Nicht Angst, aber Verantwortung – Verantwortung und Sorge um
unser Heil, um das Heil der ganzen Welt ist notwendig, jeder muss sein Teil
dafür beitragen.
Wenn aber Verantwortung und Sorge zur Angst werden möchten, dann erinnern wir
uns an das Wort des heiligen Johannes: „Meine Kinder, ich schreibe euch dies,
damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Anwalt beim
Vater: Jesus Christus, den Gerechten“ (1 Joh 2,1). „Wenn unser Herz uns auch
verurteilt – Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles“ (1 Joh 3, 20).
Wir feiern heute das Fest Mariä Namen. So möchte ich all den Frauen, die diesen
Namen tragen, meine herzlichen Segenswünsche zu diesem ihrem Festtag
aussprechen; meine Mutter und Schwester gehören dazu, der Bischof hat es schon
gesagt. Maria, die Mutter des Herrn, hat vom gläubigen Volk den Titel Advocata
erhalten. Sie ist unsere Anwältin bei Gott. So kennen wir sie seit der Hochzeit
von Kana: als die gütige, mütterlich sorgende und liebende Frau, die die Not der
anderen wahrnimmt und sie zum Herrn hinträgt, um zu helfen.
Heute haben wir im Evangelium gehört, wie der Herr sie dem Lieblingsjünger und
in ihm uns allen zur Mutter gibt. Die Christen haben zu allen Zeiten dankbar
dieses Vermächtnis Jesu aufgenommen und bei der Mutter immer wieder die
Geborgenheit und die Zuversicht gefunden, die uns Gottes und unseres Glaubens an
Ihm froh werden lässt. Nehmen auch wir Maria als den Stern unseres Lebens an,
der uns in die große Familie Gottes hineinführt. Ja, wer glaubt, ist nie allein.
Amen.“
John Henry Kardinal Newman über den Islam
John Henry Newman (1801-1890) gilt als einer der größten Theologen der Neuzeit,
dessen Bedeutung und Einfluss ständig im Wachsen begriffen ist. Man nennt ihn
auch den größten religiösen Genius des 19. Jahrhunderts und den Kirchenvater der
Neuzeit. Vielleicht sind die folgenden Worte um so nachdenkenswerter, wenn sie
von einem solch edlen und liebenswürdigen Charakter wie dem John Henry Newmans
geäußert wurden. Er nennt die Muslime fanatisch und beschuldigt Mohammed, dass
seine späteren Offenbarungen den früheren widersprechen, so dass sich 150
widersprüchliche Surenverse ergeben, die sich gegenseitig aufheben.
Gemeinsamkeiten gibt es nach Newman zwischen Islam und Christentum nicht, da
beide verschiedener Herkunft sind und dieselben Worte im Munde eines Muslim und
eines Christen ganz verschiedene Bedeutungen haben. Prophetisch geht Newman mit
denen ins Gericht, die - wie in unseren Tagen - den Islam als Offenbarung GOTTES
verkünden.
„Die Kirche, wenn es ihre Pflicht ist, als „der Pfeiler und die Grundfeste
der Wahrheit“ zu handeln, ist offenbar gebunden, von Zeit zu Zeit und bis zum
Ende der Zeiten Meinungen öffentlich anzuprangern, die mit jener Wahrheit
unvereinbar sind, wann immer fähige und subtile Geister ihrer Gemeinschaft
solche Meinungen zu veröffentlichen wagen. Nehmen wir an, bestimmte Bischöfe und
Priester unserer Tage begännen zu lehren, der Islam oder der Buddhismus seien
eine direkte und unmittelbare Offenbarung von GOTT, so wäre die Kirche
verpflichtet, die Autorität zu gebrauchen, die GOTT ihr gegeben hat, und zu
erklären, dass ein solcher Satz mit dem Christentum nicht vereinbar ist, und
dass die, die ihn halten, nicht zu ihr gehören.
Und sie wäre verpflichtet, eine solche Erklärung eben jener Gruppe von
Personen aufzuerlegen, die sich dem neuen Satz überlassen hatte, damit sie, wenn
sie nicht widerrufen wollte, von ihrer Gemeinschaft ausgesondert werden
könnte, wie sie sich von ihrem Glauben schon selbst ausgesondert hatte.“
Botschaft der Gottesmutter
vom 06.11.2000 in Sievernich
„… Ihr, meine Kinder, werdet meine Kirche nur noch schwinden sehen, jedoch die
jüngere Generation, die des Gebetes bedarf, wird die Kirche erneuern. Seht, die
Finsternis plant eine Weltreligion, die der göttlichen Wahrheit fern ist. Alles
soll vereinheitlicht, weltlich vereinheitlicht werden unter der Voraussicht,
Einigkeit und Frieden auf der Erde zu finden, wenn es keine Unterschiede mehr
gibt unter den verschiedenen Religionen. Doch diese ist nur eine Scheinreligion,
die die Menschen lenkbar machen soll. Ist dieser Zeitpunkt auf der Erde
erreicht, so wird es gewaltige Umbrüche geben. Besonders Europa wird davon
betroffen sein, und dies ist auch der Grund für mein Kommen. Seht, wie oft bin
ich in Europa schon erschienen? Doch all diese Ereignisse sollen euch nicht
ängstigen, denn diese müssen geschehen, damit mein göttlicher Sohn Jesus
Christus zu euch kommen kann und ihr Ihn erkennt und empfangt, wie es einem
König gebührt. Meine Kinder, ich gehe meinem Sohn voraus. Seid gesegnet!“
Über das Gebet
Ich denke, dass es jedermann einsieht, wie es ohne Hilfe des Gebetes
durchaus unmöglich sei, ein tugendhaftes Leben zu führen und seinen Lauf zu
vollenden. Hl. Chrysostomus
Das Gebet ist die Nahrung der Seele; denn so wenig der Leib ohne Nahrung
leben kann, ebenso wenig kann auch die Seele ohne Gebet ihr Leben erhalten.
Hl. Augustinus
Dringender Gebetsaufruf
Der Himmel wünscht dringend in Sievernich ein Geistliches Zentrum und einen
Immaculatabrunnen zur Milderung der leiden. Dieser Brunnen ist sehr wichtig.
Bitte beten Sie, dass alle Hemmnisse, die sich den Plänen des Himmels
entgegenstellen, überwunden werden.
Vergessen Sie bitte auch nicht, für Weihbischof Dr. Bündgens zu beten.
Hinweis
Die Kollekten während der Hl. Messe am Gebetstag der Blauen
Gebetsoase in Sievernich sind ausschließlich für die Pfarrgemeinde bestimmt.
Geldzuwendungen für den Förderverein oder die Blaue Gebetsoase überweisen Sie
bitte auf die entsprechenden Konten oder geben Sie außerhalb der Kirche dem
Ordnungsdienst oder einem Mitglied des Fördervereins
Am Mitteleingang der Kirche liegt ein Fürbittbuch, in das Sie Ihre
Anliegen eintragen können.
Da die Sievernicher Kirche am Gebetstag immer überfüllt ist, bringen Sie bitte
stets eigene Platz sparende Sitzgelegenheiten mit.