Informationsblatt der Blauen Gebetsoase Sievernich
Dezember 2006
Botschaften von Sievernich
Hl. Teresa von Avila, 24.12.2004, Heiligabend
Betrachtung der Göttlichen Liebe
„Koste den Segen der Heiligen Nacht. Verzehre dich ganz in der Liebe des Herrn. Unfassbar, welche Gnade uns zuteil wurde und immer aufs Neue zuteil wird. Seine erhabene Majestät verließ den göttlichen Thron und wählte aus Liebe zu uns die Armut und Kleinheit, weit entfernt von aller Erhabenheit. Warum hat Er uns so getan?
Weil Er uns liebt, jeden Menschen... und so wollte Er uns nahe sein, Seine
göttliche Majestät, geboren als Mensch, ein Zeugnis Seiner unendlichen Liebe.
Schaue auf das Kind in der Krippe, begreifst du, was auch Es dir sagen möchte?
‚Liebe so, wie auch Ich geliebt habe und immer liebe. Sieh Mich an, schließe
Mich in deine Arme. So will Ich Zugang zu deinem Herzen finden; schenke Mir
deine Liebe. Dein Glaube soll ein Abbild Meiner lebendigen Liebe sein. Ich will
nicht, dass du Mich anschaust, in Mich verliebt bist und Mich rufst: Herr, Herr!
Ich will von dir ganz und gar geliebt werden. Liebe Mich! Deine Liebe sei
lebendig und leidenschaftlich. Deine Worte und Taten mögen ein einziger Ausdruck
Meiner Liebe sein. Dein Glaube möge Meine gelebte Liebe sein. Im Leiden brennt
Meine Liebe wie Feuer. Verzehre dich für Mich, Ich will eins sein mit dir!’
So sprach das erhabene göttliche Kind Jesus zu mir in der Heiligen Nacht, so
spricht Es zu dir und zu jedem Menschen. So ruft der göttliche König in ganz
besonderer Weise Seine Priester und alle Geweihten, lebendige Zeugen Seiner
Liebe zu sein. Meine Freundin, wenn Er dich Kleine nun schon in so verzehrender
Weise ruft, wie mag Er dann wohl zu Seinen Priestern sprechen?“
Weitere Gebete und Betrachtungen finden Sie in der
Broschüre „Gebete und Belehrungen von der Heiligen Teresa von Avila in
Sievernich offenbart“, FE-Medienverlag GmbH, Friedrich Wirth Str. 4, 88353
Kisslegg, Tel. 07563-92007, Fax 07563-3381,
pur-magazin@t-online.de., Preis 2,00 €
Botschaften Jesu und der Gottesmutter in Sievernich
13.05.2002:
Jesus: „Meine Kleinen, liebt einander. Die Liebe
ist es, die euch zu Mir führt. Der Kleinste unter euch wird in den Himmel
eingehen. Es gibt keine Hindernisse, die ihm diesen Weg versperren werden. Darum
achtet nicht danach, groß zu sein in der Welt, achtet danach, klein zu sein und
ganz Mir zu gehören. Bleibt ganz in Mir!
Ihr Kleinen, achtet auch ihr die Kleinen und Schwachen. Ihnen werde Ich selbst
die Pforte des Himmels öffnen. Ihr Hochmütigen, euch demütige Ich, wenn Ich zu
euch als Kind spreche. Ihr nehmt dies nicht an. Doch Ich kann als König, wie
auch als Kind zu euch kommen. Alles ist in Mir. Alles ist im Vater, aus dem Ich
zu euch komme. Ich bin eins mit Ihm. Wie könnt ihr Mich verstehen, wenn ihr
nicht selbst wie die Kinder werdet! Dies ist Mein Aufruf auch an Meine Priester
und Ordensleute: Werdet ganz klein, brennt vor Liebe, damit Ich bei euch sein
kann; damit Ich euch im Vater die Krone des Lebens schenken kann. Amen.“
Muttergottes: „Habt ihr die Worte meines Sohnes Jesus verstanden? Führt sie euch
zu Gemüte. Wer ist schon von euch um Jesu Willen klein? Ich helfe euch, wenn ihr
es versucht. Wenn ihr klein sein wollt, so geht ihr den Weg des Heiles. Dieser
Weg führt zu meinem Sohn. Achtet nicht die Welt, achtet nicht Ruhm und Ehre.
Richtet euren Blick auf meinen geliebten Sohn Jesus Christus.“
15.10.2001: „Betet für meinen geliebten Hirten in Rom. Betet! Betet
für Deutschland! Betet für die Welt und nehmt mich als eure Helferin und Mutter
an. Liebe Kinder, ich bin eure Mutter. Ich öffne für euch mein Herz und das
Herz meines geliebten göttlichen Sohnes Jesus Christus. Liebe Kinder, euer
Kommen ist nicht umsonst. Ich sehe eure Sorgen und Nöte. Taucht sie in mein
Unbeflecktes Herz ein. So, liebe Kinder, kann ich euch wandeln und zu meinem
Sohn Jesus führen. Ich bin heute zu euch gekommen, um euch meine Tränen zu
schenken. Denn ich bin die Mutter aller Menschenkinder. Ich bin die Frau aller
Völker. Meine Tränen lege ich in euer Herz, damit ihr gerettet werdet, damit ihr
meine Tränen mir wiederum aufopfern könnt. Diese Aufopferung ist eine große
Gnade für euch. Ich will eure Seele zu Jesus, meinem göttlichen Sohn, führen.“
12.11.2001: „Liebe Kinder vergesst meine Worte nicht, tragt sie in eurem
Herzen. Was auch in dieser irdischen Zeit geschehen mag, ich bin bei euch. Ruft
mich, betet und sprecht mit mir und meinem geliebten Sohn Jesus. Ich werde euch
beistehen, beistehen in euren Sorgen und Nöten und in eurem Alltag. Schenkt euch
mir ganz. Der Vater ist das Haus, welches alles umfasst, der Sohn ist der
Hausherr, der in ihm lebt und wohnt, die Mutter, ich, bin die Pforte, die euch
zu meinem geliebten Sohn Jesus Christus führt. Betet, betet, betet!“
Auszug aus der Rede des Papstes an die
zweite Gruppe der deutschen Bischöfe bei ihrem Ad-Limina-Besuch im Vatikan am
Samstag, 18. November 2006
Damit die Kirche dem Herrn und so sich selber
treu bleibt, muß sie immerfort erneuert werden. Aber wie geht das? Um diese
Frage zu beantworten, müssen wir zunächst den Willen des Herrn, des Hauptes der
Kirche, erfragen und klar erkennen, daß alle kirchliche Reform aus dem
ernsten Bemühen um tiefere Erkenntnis der Wahrheiten des katholischen Glaubens
und aus dem beharrlichen Streben nach sittlicher Läuterung und Tugend erwächst.
Das ist ein Appell, der sich zuallererst an jeden einzelnen und dann an das
ganze Volk Gottes richtet.
Die Suche nach Reform kann leicht in einen äußerlichen Aktivismus abgleiten,
wenn die Handelnden nicht ein echtes geistliches Leben führen und die
Beweggründe für ihr Tun nicht beständig im Licht des Glaubens prüfen. Dies
gilt für alle Glieder der Kirche: für Bischöfe, Priester, Diakone, Ordensleute
und alle Gläubigen.
Der heilige Papst Gregor der Große hält dem Bischof in seiner Regula pastoralis
gewissermaßen einen Spiegel vor: „Über der äußeren Beschäftigung
vernachlässige der Bischof nicht das innere Leben. […] Oft meint er wegen seiner
hohen Stellung, er sei über alle erhaben. […] Von außen widerfährt ihm
unangemessenes Lob, in seinem Innern aber geht ihm die Wahrheit verloren“
(2, 1).
Es geht darum – und dies ist sicher auch eine tägliche Aufgabe für jeden
Christen –, vom eigenen Ich abzusehen und sich selbst dem liebenden und
fragenden Blick Jesu auszusetzen. In der Mitte unseres Dienstes steht immer
die Begegnung mit dem lebendigen Christus, die unserem Leben die entscheidende
Richtung gibt.
In Ihm blickt uns die Liebe Gottes an, die sich durch unseren priesterlichen und
bischöflichen Dienst dem Menschen in den verschiedensten Situationen mitteilt,
dem gesunden wie dem kranken, dem leidenden wie dem schuldig gewordenen
Menschen. Gott schenkt uns seine verzeihende, heilende und heiligende Liebe.
Immer wieder kommt Er neu auf uns zu „durch Menschen, in denen Er durchscheint;
durch Sein Wort, in den Sakramenten, besonders in der Eucharistie. In der
Liturgie der Kirche, in ihrem Beten, in der lebendigen Gemeinschaft der
Gläubigen erfahren wir die Liebe Gottes, nehmen wir Ihn wahr und lernen so auch,
Seine Gemeinschaft in unserem Alltag zu erkennen“ (Enzyklika Deus caritas est,
17).
Natürlich muß in der Kirche auch institutionell und strukturell geplant werden.
Kirchliche Institutionen, Pastoralpläne und andere rechtliche Strukturierungen
sind bis zu einem gewissen Grad schlichtweg notwendig. Aber gelegentlich
werden sie als das Wesentliche ausgegeben und verstellen so den Blick auf das
wirklich Wesentliche.
Sie werden jedoch nur dann ihrer eigentlichen Bedeutung gerecht, wenn sie am
Maßstab der Glaubenswahrheit gemessen und danach ausgerichtet werden.
Letztlich muß und wird es der Glaube selbst sein, der in seiner ganzen Größe,
Klarheit und Schönheit den Rhythmus der Reform vorgibt, die wesentlich ist und
die wir brauchen. Dabei darf freilich niemals vergessen werden, daß es immer
Menschen sind, von deren Fähigkeiten und gutem Willen die Verwirklichung von
Reformmaßnahmen abhängt. So schwer es auch im Einzelfall sein mag, so müssen
in dieser Hinsicht doch immer wieder klare Personalentscheidungen getroffen
werden.
Liebe Brüder im bischöflichen Amt! Ich weiß, daß viele von Euch die ganz
berechtigte Sorge um die situationsgerechte Weiterentwicklung der pastoralen
Strukturen beschäftigt. Angesichts der augenblicklich abnehmenden Zahl der
Priester, wie leider auch der (sonntäglichen) Gottesdienstbesucher, kommen in
verschiedenen deutschsprachigen Diözesen Modelle der Um- und Neustrukturierung
der Seelsorge zur Anwendung, bei denen das Bild des Pfarrers, das heißt des
Priesters, der als Mann Gottes und der Kirche eine Pfarrgemeinde leitet, zu
verschwimmen droht.
Ich bin ganz sicher, daß Ihr, verehrte Mitbrüder, die Erstellung dieser Konzepte
nicht kühlen Planern überlaßt, sondern nur solchen Priestern und Mitarbeitern
anvertraut, die nicht nur über die notwendige vom Glauben erleuchtete Einsicht
und über eine entsprechende theologische, kanonistische, kirchenhistorische und
praktische Bildung sowie über pastorale Erfahrung verfügen, sondern denen die
Rettung des Menschen wahrhaft am Herzen liegt, die sich also, wie wir früher
gesagt hätten, durch „Seeleneifer“ auszeichnen und für deren Denken und Handeln
das ganzheitliche und damit das ewige Heil des Menschen die suprema lex ist.
Vor allem werdet Ihr nur solchen strukturellen Reformen Eure Zustimmung geben,
die voll und ganz mit der Lehre der Kirche über das Priestertum und den
rechtlichen Normen im Einklang stehen und bei deren Umsetzung die
Anziehungskraft des Priesterberufs nicht gemindert wird. …
An Aufgaben für engagierte katholische Laien fehlt es fürwahr nicht, aber
vielleicht mangelt uns heute manchmal der missionarische Geist, die Kreativität
und der Mut, um auch neue Pfade zu beschreiten. …
Nach dem Konzil hat uns der Heilige Geist
die „Bewegungen“ geschenkt. Sie können dem Pfarrer oder dem Bischof manchmal
etwas eigenwillig erscheinen, aber sie sind Orte des Glaubens, in denen junge
und erwachsene Menschen das Lebensmodell des Glaubens als Chance für heute
erfahren. Deshalb bitte ich Euch, mit viel Liebe auf die Bewegungen zuzugehen.
Da und dort müssen sie korrigiert, ins Ganze der Pfarrei oder des Bistums
eingefügt werden. Aber die je eigene Art ihres Charismas müssen wir achten und
froh sein, daß gemeinschaftliche Gestalten des Glaubens entstehen, in denen das
Wort Gottes Leben wird.
Die Übersetzung der Wandlungsworte
Der Vatikan hat in einer Erklärung klargestellt,
dass die Worte „pro multis“ in allen Übersetzungen mit „für viele“ wiedergegeben
werden sollen. In zahlreichen Sprachen wird derzeit „pro multis“ mit „für alle“
übersetzt, darunter auch im deutschen Messbuch. Kardinal Francis Arinze, der
Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst, hat in einem Schreiben an die
Vorsitzenden der Bischofskonferenzen die Entscheidung des Vatikans mitgeteilt.
In den Ländern, in denen dies notwendig ist, soll die Änderung in den
nächsten ein bis zwei Jahren durchgeführt werden. In einer Erklärung
verweist Kardinal Arinze darauf, dass der ursprüngliche lateinische Ritus immer
„pro multis“ und niemals „pro omnibus“ verwendet hat. Auch in den verschiedenen
orientalischen Riten werden die entsprechenden Wörter verwendet. Der Ausdruck
„viele“ wird auch in den ursprünglichen Bibeltexten (Mt 26,28; Mk 14,24) im
Zusammenhang mit der Opferung von Christus verwendet.
Der Kardinal betont, der Ausdruck „für viele“ gebe auch die Tatsache wieder,
dass die Erlösung nicht in einer „mechanistischen Weise“ verstanden werden darf,
sondern dass der Gläubige immer eingeladen ist, im Glauben das Geschenk
anzunehmen, das geopfert wird.
Abschließend erinnert Arinze an die Instruktion „Liturgiam Authenticam”, in der
ermahnt wird, dass die liturgischen Texte den lateinischen Urtext treu
wiedergeben sollen.
Quelle: www.kath.net/CWNews, 20. November 2006:
Anmerkung: Kardinal Arinze sagt, dass der im
Zentrum der Heiligen Messe verwendete Ausdruck "pro multis" mit der seit 32
Jahren gebräuchlichen Fassung "für alle" nicht wortgetreu übersetzt ist.
Kardinal Ratzinger äußerte bereits vor einigen Jahren seine Bedenken gegen diese
Übersetzung. Daher ist es sicher kein Zufall, dass jetzt unter dem Pontifikat
von Papst Benedikt XVI. endlich die Korrektur erfolgt.
Vom heiligmäßigen Pater DDr. Hubert Pauels
(† 1992), der 2003 in Sievernich erschienen ist,
ist bekannt, dass er niemals die Wandlungsworte in deutscher Sprache gesprochen
hat. Es wird bezeugt, dass er zur Wandlung stets in die lateinische Sprache
wechselte, um die für die Gültigkeit der Heiligen Messe wichtigen Worte korrekt
auszusprechen. Dennoch äußerte er, dass
Gott in Seiner Güte wohl auch die nach seiner Meinung falsche Übersetzung
akzeptieren würde, so dass die Heilige Messe dennoch gültig ist.
Zitate der hl Teresa von Avila:
„Ich vermag
nicht einzusehen, wie man Demut ohne Liebe oder Liebe ohne Demut habe oder haben
könne.“
„Bete nicht um leichtere Lasten, sondern um einen stärkeren Rücken.“
„Nichts soll dich ängstigen, nichts dich schrecken. Alles geht vorüber. Gott
allein bleibt derselbe.“
„Hätte ich früher erkannt, dass der winzige Palast meiner Seele einen so großen
König beherbergt, dann hätte ich Ihn nicht so häufig allein gelassen.“
„Wer nicht wächst, der schrumpft.“
„Ich wollte, ich stände auf einem hohen Berge, von wo aus ich auf der ganzen
Welt gehört werden könnte; ich würde rufen mit solcher Stimme, dass alle es
hörten: O ihr Menschenkinder, betet, betet, betet!“
„Denn unser Leib hat einmal den Fehler, dass er umso mehr Bedürfnisse entdeckt,
je mehr er gepflegt wird.“
„Ich halte dafür, dass Ehre und Geld fast immer sich zusammenfinden; wer die
Ehre liebt, verabscheut auch das Geld nicht; wer aber dieses verachtet, macht
sich auch wenig aus der Ehre.“
„Gott allein genügt.“
„Man muss Gott beim Herzen zu packen verstehen, das ist seine schwache Seite.“
Gebetsaufruf für Kardinal Meisner
Kardinal Meisner, der Erzbischof von Köln, ist bekannt dafür, dass er
unbequeme Wahrheiten mutig ausspricht und auch durchgreift, um Schaden von der
ihm anvertrauten Herde abzuwenden. So verwundert es nicht, dass er erheblichen
Angriffen ausgesetzt ist. Ein Bischof ist Hirte seines Bistums. Er allein ist
letztlich verantwortlich für die ihm anvertrauten Seelen, nicht die
Bischofskonferenz, nicht ein anderes demokratisches Gremium und auch nicht die
Medien. Deshalb muss der Bischof vor seinem Gewissen auch schwere, für andere
schmerzhafte Entscheidungen treffen, wenn er damit die ihm anvertraute Herde
schützen kann. Zurzeit haben die Angriffe auf Kardinal Meisner einen neuen
Höhepunkt erreicht. Bitte beten Sie für ihn um Kraft und Gottes Segen, dass er
standhaft bleibt und stets den Willen Gottes erfüllt.