Informationsblatt der Blauen Gebetsoase
in Sievernich
Weihnachten heute
Vor etwa 2000 Jahren wurde Jesus, unser Erlöser, geboren. Nur wenige erkannten damals, dass es Gott selber war, der für uns Mensch wurde. Es waren die einfachen Hirten und die drei Sterndeuter aus dem Morgenland, die Heiligen Drei Könige, die sich dieser Wahrheit öffneten. Den Schriftgelehrten, die es hätten wissen müssen, den Stolzen und denjenigen, die Maria und Josef bei ihrer Suche nach einer Herberge zurückgewiesen haben, blieb dieses Geheimnis verborgen.
Auch heute ist unser Erlöser in der Welt gegenwärtig. In der Eucharistie finden wir Ihn. In den Tabernakeln der Welt können wir Ihn anbeten. Aber wer glaubt noch an die Realpräsenz, wer glaubt noch, dass Gott selber in Brotsgestalt zugegen ist? Wäre unser Glaube fester, gäbe es keine leeren Kirchen. Wäre unser Glaube größer, würden wir nicht so achtlos mit dem Leib des Herrn umgehen. Wo finden wir noch tiefe Ehrfurcht vor diesem Sakrament?
Ist es nicht auch in Sievernich so? Vergessen nicht viele nach der Heiligen Messe, dass sie sich immer noch im Hause Gottes befinden und Christus immer noch im Sakrament gegenwärtig ist? Wie sonst ist zu erklären, dass nach der Heiligen Messe in der Kirche Unruhe herrscht? Können Gespräche nicht vor der Kirche geführt werden? Jeder von uns muss sich fragen, ob er nicht mehr dazu beitragen kann, dass im sakralen Raum eine Atmosphäre höchster Ehrfurcht herrscht.
Mutter Teresas „Geheimnis“
„Ich werde Ihnen ein Geheimnis erzählen; da wir ja knapp tausend enge Freunde versammelt haben und auch deshalb, weil wir die „Missionarinnen der Nächstenliebe“ bei uns haben, die der Heilige Geist in die Welt gesandt hat, damit sich die Geheimnisse vieler Herzen offenbaren.
Es ist nicht sehr lange her, da zelebrierte ich die Messe und predigte für ihre Mutter, Mutter Theresa von Kalkutta. Nach dem Frühstück verbrachten wir eine längere Zeit im Gespräch in einem kleinen Raum. Plötzlich hörte ich mich unwillkürlich fragen - ich weiß nicht, warum -: „Mutter, was denken Sie, ist eigentlich das größte Problem unserer heutigen Zeit?“
Sie könnte mehr als jeder andere eine beliebige Anzahl von Anhaltspunkten nennen: Hungersnöte, Pest, Krankheit, das Zusammenbrechen der Familie, Rebellion gegen Gott, Korruption der Medien, die Schulden in der Welt, die nukleare Bedrohung und so weiter.
„Ohne eine Sekunde zu zögern sagte Mutter Teresa: „Wohin auch immer ich in der ganzen Welt komme, das, was mich am traurigsten macht, ist zu sehen, dass Menschen die Heilige Kommunion in der Hand empfangen.“
Pfarrer George William Rutler, Karfreitag,
1989 in St. Agnes Kirche, New York City
http://catholiquedu.free.fr/PAROLES.htm
Offenbarungen an die Heilige Brigitta von Schweden über die Priester
Seinen großen Schmerz wegen des sittenlosen Lebens seiner Diener zeigte Jesus Brigitta oft. Einmal sagte Er zu ihr: „Siehe, Meine Tochter, Meinen Priestern, welche Ich vor allen Engeln und Menschen auserwählt habe, als Ich von der Welt schied, habe Ich dasjenige anvertraut, was Mir das Teuerste ist, und Ich habe ihnen fünf Gaben hinterlassen erstens Meinen Glauben; zweitens die beiden Schlüssel zu der Hölle und zu dem Himmel; drittens die Kraft, aus einem Feinde Gottes einen Engel zu machen; viertens die Gewalt, Meinen heiligsten Leib zu konsekrieren, was kein Engel tun kann; fünftens das Vorrecht, Meinen Allerheiligsten Leib mit ihren Händen berühren zu dürfen. Jetzt aber verfahren sie mit Mir wie die Juden. Sie sind schlimmer als Judas; sie veruntreuen Mich wie Diebe und Verräter.“ Diese Klage des Ewigen Hohenpriesters durch eine Heilige vermittelt, verfehlte damals ihre Wirkung nicht bei Klerus und Volk.
Im Auftrage des Herrn musste Brigitta über die Zustände des Klerus an Papst Urban V. schreiben, wo der Herr mit den Worten schließt: „...denn es ist Gott lieber, dass an manchen Orten keine Messe gelesen wird, als dass unwürdige und unreine Hände Seinen allerheiligsten Leib berühren.“ Wie sehr Jesus Seine Priester liebt und wie Er sie auserwählt hat, zeigen uns diese Worte an Brigitta: „Höret es, Meine Engel und das ganze Heer Meiner Heiligen! Die Priester habe Ich Mir vor allen Engeln und Gerechten auserwählt und ihnen die Vollmacht erteilt, das Sakrament Meines Leibes zu verwalten. Ich habe sie Mir zu näheren und vertrauteren Freunden erwählt als die Propheten, denn sie vernehmen nicht bloß Meine Worte, sondern sie dürfen mit Händen berühren, was keiner der Propheten oder der Engel je durfte. Wäre es Mein Wille gewesen, so hätte Ich wohl auch einen Engel zu diesem Amte erlesen können, allein Meine Liebe zu den Priestern war so groß, dass Ich nur ihnen allein, nur ihnen allein, diese Auszeichnung verliehen und verordnet habe, dass sie in sieben Ordnungen vor Mir stehen: geduldig wie die Schafe; unerschüttert wie eine Mauer auf gutem Grund; beherzt wie Krieger; klug wie die Schlangen; schamhaft wie eine Jungfrau; rein wie die Engel; Liebe brennend wie Braut und Bräutigam. Die priesterlichen Gewänder sind die Zeichen oder Sinnbilder der Zierden und Tugenden, mit denen die Seelen der Priester geschmückt sein müssen und durch welche sie mächtig sind, den Teufel zu überwinden.“
Quelle: Die hl. Brigitta von Schweden, ihr Leben
und ihr Vermächtnis, Ruhland-Verlag
Auszüge aus der Instruktion „Memoriale Domini“
von Papst Paul VI. vom 29.5.1969
„über die Art und Weise der Kommunionspendung“
1894 … Ausführlich bezeugten jedoch die kirchlichen Vorschriften und die Lehren der Väter die allergrößte Ehrfurcht und die höchste Vorsicht der heiligen Eucharistie gegenüber. Denn „niemand genießt dieses Fleisch, er habe es denn zuvor angebetet“. (Augustinus, Enarrationes in Psalmos 98,9: PL 37, 1264) Jeder wird ermahnt beim Empfange: „Nimm es entgegen! Aber achte darauf, daß dir nichts verloren gehe“, (Cyrill von Jerusalem, Catecheses Mystagogicae 5,21: PG 33, 1126) „Denn es ist Christi Leib“ (Hippolyt; Traditio Apostolica 37; B. Botte. 1963, 84). … Bald wurde der Dienst, die heilige Eucharistie den Abwesenden zu bringen, allein den Geistlichen übertragen. So sollte beiden besser gedient sein: der dem Leib Christi schuldigen Ehrfurcht und der Situation der Gläubigen. Mit dem tieferen Eindringen in Wahrheit und Bedeutung des eucharistischen Mysteriums und die Gegenwart Christi in ihm und aus dem Gefühl der Ehrfurcht vor dem allerheiligsten Sakrament und für Demut beim Empfang desselben wurde es dann später üblich, dass der Priester selbst einen Teil des konsekrierten Brotes auf die Zunge des Empfangenden legte.
1895 Diese Weise, die heilige Kommunion auszuteilen (Anm. die Mundkommunion), soll — beim gegenwärtigen Stand der Kirche ganz allgemein betrachtet — erhalten bleiben. Sie gründet nicht nur auf dem mehrere Jahrhunderte geübten Brauch, sie ist auch Ausdruck der Ehrfurcht der Gläubigen vor der Eucharistie. Sie schmälert keineswegs die personale Würde dessen, der zu einem so bedeutenden Sakrament hinzutritt. Vielmehr dient sie auch der Vorbereitung, die ein möglichst segensreicher Empfang des Herrenleibes erfordert. (Vgl. Augustinus, Enarrationes in Psalmos, 98,9: PL 37, 1264 f.) … Diese herkömmliche Praxis gewährleistet auch zuverlässiger die erforderliche Ehrfurcht und die geziemende Würde bei der Spendung der heiligen Kommunion; sie hält die Gefahr der Verunehrung der eucharistischen Gestalten fern, unter denen „Christus in einzigartiger Weise ganz und unversehrt zugegen ist, Gott und Mensch, wesentlich und dauernd“ (Vgl. ebd., Nr. 9: AAS 59 (1967) 547.); sie fördert die Sorgfalt, mit der die Kirche stets die Fragmente des konsekrierten Brotes zu achten empfiehlt: „Denn was du zugrunde gehen lässt, sollst du so betrachten, als ginge dir eines deiner eigenen Glieder verloren“. (Cyrill von Jerusalem, Catecheses Mystagogicae 5, 21: PG, 33, 1126.)
1897 Es wurden daher den Bischöfen drei Fragen vorgelegt, auf die bis zum 12. März 1969 … geantwortet wurde.
… Nach den vorliegenden Antworten ist also offenkundig die weitaus größte Zahl der Bischöfe keineswegs der Ansicht, die gegenwärtige Praxis (Anm. die Mundkommunion) solle geändert werden. Ein Gefühl des Unbehagens, zumal im gottesdienstlichen Bereich, wäre bei diesen Bischöfen und sehr vielen Gläubigen die Folge, falls diese Änderung dennoch geschähe.
1898 In Anbetracht der Meinungsäußerung und Beratung seitens derer, die „der Heilige Geist bestellt hat zu Bischöfen“ (vgl. Apg 20,29.), um die (Orts-)Kirchen zu leiten, im Hinblick auf die Bedeutung der anstehenden Frage und auf das Gewicht der Argumente, schien es daher dem Heiligen Vater nicht angezeigt, die seit langem herkömmliche Form der Kommunionspendung zu ändern.
Bischöfe und Priester und die Gläubigen ermahnt daher der Apostolische Stuhl, der geltenden und erneut bestätigten Ordnung zu folgen. Daher sollen sie beachten:
‑ die von der Mehrheit des katholischen Episkopates getroffene Entscheidung;
‑ die Form, deren sich der gegenwärtige Ritus in der heiligen Liturgie bedient;
‑ schließlich das Wohl der Kirche selbst.
1899 Um jedoch den Bischofskonferenzen zu helfen in der Erfüllung ihres Hirtendienstes, der bei den heutigen Verhältnissen oft genug allzu schwer ist, überträgt der Apostolische Stuhl dort, wo der entgegenstehende Brauch, die Handkommunion nämlich, bereits Eingang gefunden hat, diesen Konferenzen die schwere Last, gegebenenfalls die besonderen Umstände zu prüfen. Voraussetzung ist jedoch: Jegliche Gefahr einer Minderung der Ehrfurcht oder falscher Auffassungen über die allerheiligste Eucharistie ist abzuwenden. Überdies sollen auch etwaige andere Unzuträglichkeiten aus dem Wege geräumt werden. …
Gebet der Heiligen Theresia vom Kinde Jesu
Jesus, ewiger Hoherpriester, bewahre Deine Priester im Schutze Deines Heiligsten Herzens, wo ihnen niemand schaden kann.
Bewahre unbefleckt ihre gesalbten Hände, die täglich Deinen Heiligen Leib berühren.
Bewahre rein die Lippen, die gerötet sind von Deinem Kostbaren Blute.
Bewahre rein und unirdisch ihr Herz, das gesiegelt ist mit dem erhabenen Zeichen Deines glorreichen Priestertums. Lass Sie wachsen in der Liebe und Treue zu Dir und schütze sie vor der Ansteckung der Welt.
Gib ihnen mit der Wandlungskraft über Brot und Wein auch die Wandlungskraft über die Herzen. Segne ihre Arbeiten mit reichlicher Frucht und schenke ihnen dereinst die Krone des ewigen Lebens. Amen.
Die Andacht des seligen Bonaventura von Potenza zu dem Hochheiligsten Altarssakrament
Aus dem Buch „Leben des seligen Bonaventura
von Potenza“ aus dem Jahr 1776
„Der liebste Aufenthalt des Dieners Gottes war vor dem Tabernakel des göttlichen Heilandes. Es war seine Herzenslust, recht oft von dem Heiligsten Altarssakrament reden zu können. Dieses Liebesgeheimnis war der immerwährende Gegenstand seiner anmutsvollen Betrachtungen. Ganze Nächte hat er bei der Bundshütte des Herrn, dem Tabernakel durchgewacht. Er benetzte die Staffel des Altars mit seinen Tränen und die Mauern des Tempels erhallten von den Seufzern seiner Liebe. Musste er ausgehen, so ging er bei keiner Kirche vorbei, ohne dass Hochwürdige Gut zu besuchen und anzubeten. Hörte er andere nur von demselben reden, so entbrannt sein Herz. Sein Angesicht wurde glühend von der Liebesflamme und brach in Schweiß aus. Dieses waren die gewöhnlichen Zeichen, welche seinen Entzückungen vorausgingen. Wenn Bonaventura dieses merkte, sprach er zu sich selbst: Warten wir noch ein wenig, warten wir. So ist er nach und nach entzückt gleichsam in die Arme der Liebe gefallen. Kam er zu sich, so eilte er in seine Zelle, um sich zu erholen, wurde aber dort auf ein Neues von dem Feuer der Betrachtungen dahin gerissen. Er suchte, das Kirchengerät in möglichster Reinheit zu erhalten. Er wachte über die heiligen Gefäße mit strengster Sorgfalt. Wenn er etwas Zeit übrig hatte; so musste diese zur Ehre des Hochwürdigsten im Tabernakel verwendet werden. Nichts konnte seine ruhige Seele mehr aufbringen als eine undankbare Unehrerbietigkeit gegen dies Sakrament. Die Engel zittern da, sagte er, und der Mensch – wie ehrerbietig sollte dieser sein? Seinetwegen aber hält sich der Herr unter den Brotsgestalten auf. Wurde er wegen des allzu großen Eifers in seiner Lieblingstätigkeit, die Besorgung des Altars, getadelt, so verlangte er zu wissen, was wohl hier zuviel geschehen könne? Wisse, sagte er, ich bin bereit, für die Ehre des Hochheiligen Sakramentes mein Leben zu lassen. Welche Hochschätzung für das Haus Gottes, diesen irdischen Himmel!“ (Anmerkung: Der selige Bonaventura von Potenza gehört zu den Heiligen, die in Sievernich erschienen sind.)
Mahnung an die Modernen
Vatikan. In seiner Mittwochs-Audienz am 7. November 2007 stellte Papst Benedikt XVI. die Frage, was man heute vom Heiligen Hieronymus († 420) lernen könne. Seine Antwort: „Das Wort Gottes lieben.“ Die Heilige Schrift gehe über die Zeiten hinaus. Bei den Meinungen der Menschen sei dies anders: „Was heute sehr modern ist, wird morgen sehr alt sein.“ (Anmerkung: Der hl. Hieronymus gehört zu den Heiligen, die in Sievernich erschienen sind.)
Dank an die treuen Beter von Sievernich
Liebe Beter, wir danken Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie über Jahre zum monatlichen Gebetstag nach Sievernich kommen und sich auch nicht durch widrige Umstände abschrecken lassen. Sie kommen, weil die Gottesmutter versprochen hat, dass sie in Sievernich immer anwesend sein wird. So lassen Sie sich auch nicht abhalten, wenn in Sievernich nicht alles so verläuft, wie Sie sich das wünschen.
Die Gottesmutter sagte am 5. September 2005 in Sievernich „Liebe Kinder, betet, betet, betet! Diesen Ort habe ich erwählt und gesegnet. Dies ist der Wille meines Sohnes Jesus Christus. Liebt meinen Sohn und seid dankbar. Vieles wird auf Erden geschehen, doch euch habe ich unter meinen schützenden Mantel genommen. Betet und lasst nicht nach! Mein Kind, schaue nicht auf die Widerstände, schaue auf meinen Sohn Jesus.“
Am 3. Oktober 2005 sagte sie: „Heute möchte ich mich von euch verabschieden. Immer werde ich an diesem Ort bei euch sein. Alles habe ich gesagt. Lebt das Evangelium und denkt an meine Worte. Mein geliebter Sohn Jesus sandte mich zu euch, damit ihr lebendige Zeugen Seiner Liebe werdet. Betet, liebt und tut das, was mein Sohn Jesus euch sagt, denn das Wort ist ewig und lebt. Lasst es in euren Herzen leben. Gerne möchte ich euch alle im Himmel wiedersehen.“
Zwar sind die Erscheinungen der Gottesmutter in Sievernich abgeschlossen, aber die Gottesmutter ist dennoch weiterhin dort gegenwärtig. Sie hat es versprochen.
Gleichsam um ihr Versprechen zu bestätigen, hat die Gottesmutter sich beim Gebetstag am 5. November 2007 erneut der Seherin von Sievernich, Frau Manuela Strack, kundgetan. Manuela hat an diesem Tag die Gottesmutter ganz deutlich gespürt. Sie empfand das gleiche Gefühl, das sie bei den Erscheinungen der Gottesmutter hatte. Dies sollte für uns alle Grund zu großer Freude sein.
Hinweis
Auf mehrfache Anfrage hin teilen wir mit: Die Kollekte am Gebetstag in der Sievernicher Kirche kommt der Pfarrgemeinde Sievernich zugute und nicht der Blauen Gebetsoase oder dem Förderverein für das Zentrum des Glaubens. Natürlich kommt auch das Geld für die Messintentionen und das Kerzengeld nicht der Blauen Gebetsoase zugute.
Spenden für das Zentrum des Glaubens
zahlen sie bitte an: Förderverein Sievernich, Kto. 31853010 • Pax-Bank Köln • BLZ 37060193 • BIC = GENODED1PAX; IBAN = DE20 3706 0193 0031 8530 10
Die nächsten Gebetstreffen in Sievernich:
Montag, 3. Dezember 2007 und 7. Januar 2008
Wir suchen Personen, die folgende Musikinstrumente spielen können: Querflöte, Geige, Klarinette, Gitarre, Kybord und ähnliche Instrumente. Tel. 02236 31651