Zu den Informationsblättern der Jahre:
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Aktuelles Informationsblatt
Download des aktuellen Informationsblattes als PDF-Datei!
Liebe Beterinnen und Beter in Sievernich!
Was fällt Ihnen ein, wenn Sie das Wort „Himmel“
hören? Der siebte Himmel der Liebe? Rosarote
Wolken und Überschwang der Gefühle? Oder
doch vielleicht ganz nüchtern ein blauer Grund
mit weißen Wolken, oder der Nachthimmel mit all
seinen Sternen, das Weltall, das erforschbar und
messbar ist?
In den verschiedenen Religionen wird mit „Himmel“
der Ort bezeichnet, an dem Gott, Götter oder
andere gottähnliche Wesen weilen, gleichzeitig
auch der Ort oder der Zustand vollkommener
Seligkeit nach dem Tod der Erlösten ist.
Der russische Kosmonaut Jurij A. Gagarin, der als
erster Mensch ins Weltall flog, bemerkte nach
seiner Rückkehr, dass er dort oben keinen Gott
gesehen habe.
Was wir mit dem Hochfest „Mariä Aufnahme in
den Himmel“ am 15. August feiern, ist jedoch
nicht messbar, nicht zählbar, nicht sichtbar, wissenschaftliche
Beweisführung fehl am Platze.
Geht es bei Festgeheimnis nicht vielmehr um eine
Ursehnsucht des Menschen? Unsere Zeit ist zum
einen geprägt von größten Fortschritten in Wissenschaft,
Forschung und Technik, gleichzeitig
war jedoch auch die Zerstörung unserer Umwelt,
die innere Zerrissenheit, die Verwirrung innerhalb
und außerhalb der Kirche sowie die Heillosigkeit
der Menschen wohl selten so groß wie heute.
Glaubensschwund sowie die wachsende Abkehr
von Halt gebenden (kirchlichen) Traditionen tragen
das ihre dazu bei, Sekten und Ersatzreligionen
Tür und Tor zu öffnen.
Jeder Mensch sehnt sich letztlich nach einem Ort
oder einem Zustand, der ihm letzten tragenden
Halt und Geborgenheit gibt, der ihm vermittelt: Du
bist zuhause angekommen und angenommen mit
all deinen Licht- und Schattenseiten, mit all den
Fragwürdigkeiten und Abgründen deiner Person,
mit all den heilvollen und heillosen Ereignissen
deines Lebens. Hier darfst du sein, wie du bist.
Du bist geliebt und wertgeschätzt. Du darfst ganz
und gar glücklich sein.
Am Hochfest „Mariä Aufnahme in den Himmel“
feiern wir gleichsam Gottes Zuwendung zu uns
Menschen mit Haut und Haaren, da Gott niemals
„halbe Sachen“ macht. Maria ist ganz und gar
eine von uns, Mensch wie wir mit Leib, Geist und
Seele. Wir feiern, dass Gott sie bei sich in seiner
Herrlichkeit ganz und gar an- und aufgenommen
hat. Sie hat das Ziel allen menschlichen Lebens
und Sehnens erreicht, und zwar in letzter Vollendung.
Und Gott hat an ihr vorweggenommen, was
wir alle einmal erwarten dürfen: die Vollendung
und das ewige Glück mit Leib und Seele bei ihm.
Wie sich diese letzte Vollendung in und bei Gott
letztlich darstellen wird, können wir hier auf Erden
nicht erschöpfend und befriedigend verstehen.
Wieder einmal ist hier unser Glaube gefragt.
Denn Gott hat uns verheißen, dass er Leben in
Fülle für uns will (vgl. Joh 10,10). Gott schenkt
Vervollkommnung, keine (billige) Vertröstung.
Das Hochfest „Mariä Aufnahme in den Himmel“
ist auch ein „Fest des Leibes“. Durch viele Jahrhunderte
hindurch wurde der Leib und die Leiblichkeit
im Christentum sehr abgewertet: Der Leib
war eher ein „Lastesel“ oder der „Kerker der Seele“,
ein notwendiges Übel sozusagen, um die
„Seele zu transportieren“. Wenn wir aber den
Schöpfungsbericht im Buch Genesis genau lesen,
wird deutlich, dass Gott uns mit unserer Leiblichkeit
erschaffen hat, nach seinem Ebenbild, „und
er sah, dass es gut war“. Die Leiblichkeit ist demnach
also kein lästiges Übel, das wir notgedrungen
bis zum Ende unserer irdischen Tage ertragen
müssen, sondern gewollte Gabe und Geschenk
des Schöpfers.
Leibfeindlichkeit steht somit im krassen Gegensatz
zu Gottes Heils- und Schöpfungswille. Gott
will unsere Leiblichkeit, warum wohl wäre er sonst
Mensch geworden in Jesus Christus?
Auch im Tagesevangelium des Hochfestes kommt
die Leiblichkeit in ganz positiver Weise zum Ausdruck.
Maria und Elisabet begegnen sich, beide
sind in guter Hoffnung. Elisabets Freude ist so
groß, dass das Kind in ihrem Leib zu hüpfen beginnt.
Und sie segnet daraufhin die göttliche Leibesfrucht
Mariens. Vielleicht wird auch unsere
Begegnung mit Gott am Ende unseres Lebens
einmal von solcher Freude erfüllt sein, dass unser
Innerstes in Bewegung gerät und vor Freude
bebt, wenn wir zuhause bei ihm ankommen, dort,
wo er uns schon seit langem erwartet …
Das Hochfest der Aufnahme Mariens in den
Himmel ist sehr alt: Die Ostkirche feierte es bereits
im 5. Jahrhundert als „Mariä Entschlafung“,
für die Westkirche wird es seit dem 7. Jahrhundert
bezeugt. Papst Pius XII. hat das Dogma,
dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel
aufgenommen wurde, am 1. November 1950 feierlich
verkündet.
Den Himmel auf Erden gibt es letztlich nicht, und
wir können diesen vermeintlichen Himmel auf
Erden auch keinem noch so lieben Menschen
bieten. Beim Blick zum Himmel werden unsere
Augen ebenso wie Juri Gagarin keinen Gott und
keine Maria entdecken, aber vielleicht weckt die
Liebe zu einem Menschen, die Weite des nächtlichen
Sternenhimmels und nicht zuletzt die Liebe
zu Gott in uns das Staunen und die Sehnsucht,
am Ende unseres Lebens ganz und gar, mit Leib
und Seele einmal dort anzukommen, wo unsere
eigentliche Heimat ist und wir mit unaussprechlicher
Liebe und Freude erwartet werden: im Leben,
im Licht und in der ewigen Gemeinschaft
Gottes.
Somit können wir am Hochfest „Mariä Aufnahme
in den Himmel“ wie in einem „dunklen Spiegel“
unsere ureigenste Berufung erkennen. Das, was
Gott an der Gottesmutter in bevorzugter und herausragender
Weise gewirkt hat, ist in der heilsgeschichtlichen
Folge jedem Christenmenschen
verheißen, der sein Leben ganz und gar, mit Haut
und Haaren in und an Gott fest macht.
Somit feiern wir recht besehen am 15.August
nicht nur die Aufnahme der Gottesmutter in die
Herrlichkeit Gottes, sondern ebenso unserer eigene
gnadenhafte Auserwählung zu den „Freunden
Gottes allzugleich, verherrlicht hoch im Himmelreich“.
Pfarrer Frank Aumüller, Marienthal
In einem Jahr findet in Madrid, der 26. Weltjugendtag
statt. In Spanien laufen schon jetzt viele
Vorbereitungen. Aber Organisation und Planung
ist nicht alles. Es ist wichtig, dass der
Weltjugendtag von allen Gläubigen in der Welt
geistlich vorbereitet wird, besonders durch das
Gebet. Abgedruckt ist deswegen ein Auszug aus
der Botschaft Papst Benedikts XVI. zum 25., diözesanen
Weltjugendtag (28.3.2010), der eine
wichtige Wegstation auf Madrid hin gewesen ist.
Beten wir darum, dass sich auch aus Deutschland
viele junge Menschen auf den Weg zum
26. Weltjugendtag machen und dass der Heilige
Geist die Herzen der Jugendlichen öffnet, damit
sie Jesus Christus begegnen.
„Wir brauchen euch: Wer heute als junger Mensch
lebt, steht vielen Problemen gegenüber, die durch
Arbeitslosigkeit sowie mangels sicherer Ideale und
konkreter Zukunftsperspektiven entstehen. Manchmal
kann man den Eindruck haben, ohnmächtig zu
sein angesichts der aktuellen Krisen und Verirrungen.
Laßt euch trotz der Schwierigkeiten nicht entmutigen,
und gebt eure Träume nicht auf! Tragt
vielmehr im Herzen ein tiefes Verlangen nach Brüderlichkeit,
Gerechtigkeit und Frieden. Die Zukunft
liegt in den Händen dessen, der starke Gründe für
das Leben und die Hoffnung zu suchen und zu finden
weiß. Wenn ihr es wollt, liegt die Zukunft in
euren Händen, denn die Gaben und die Reichtümer,
die der Herr in das Herz eines jeden von euch hineingelegt
hat, können – geformt durch die Begegnung
mit Christus – der Welt wahre Hoffnung bringen!
Der Glaube an seine Liebe macht euch stark
und großherzig und wird euch den Mut geben, den
Lebensweg gelassen anzugehen und in Familie und
Beruf Verantwortung zu übernehmen. Bemüht euch,
eure Zukunft durch einen ernsthaften Weg der persönlichen
Formung und des Studiums aufzubauen,
um auf fachkundige und großherzige Weise dem
Gemeinwohl zu dienen. …In diesem Priesterjahr
lade ich euch ein, das Leben der Heiligen kennenzulernen,
besonders das der heiligen Priester. Ihr werdet
sehen, daß Gott sie geführt hat und daß sie Tag
für Tag ihren Weg gefunden haben – eben im Glauben,
in der Hoffnung und in der Liebe. Christus ruft
einen jeden von euch, sich mit ihm dafür einzusetzen
und die eigene Verantwortung zu übernehmen,
um die Zivilisation der Liebe aufzubauen. Wenn ihr
seinem Wort folgt, wird auch euer Weg hell werden
und euch zu hohen Zielen führen, die dem Leben
Freude und Sinnerfüllung schenken. Die Jungfrau
Maria, die Mutter der Kirche, möge euch mit ihrem
Schutz begleiten. Ich versichere euch mein Gebetsgedenken
und segne euch von Herzen."
Welcher Priester gibt unseren Gläubigen Beichtgelegenheit
in der Pfarrkirche von Sievernich während
der Hauptgebetstreffen, in der Regel am ersten
Montag im Monat - gerne auch
als Mitzelebrant bei der Messe um 18:15 Uhr. Brunnen in Sievernich:
Anmeldung im Pfarrbüro Sievernich oder unten stehender
Adresse.
Wenn jemand von Heilungen oder ärztlich belegten gesundheitlichen
Besserungen hört, dann bitten wir, diese
an die unten angegebene Adresse zu melden.
Blaue Gebetsoase, Schafsacker 7, 53909 Zülpich
Montag, 02.08.2010 nächstes Hauptgebetstreffen:
15:00 Uhr Kreuzweg - neuangelegt im Pfarrgarten,
Erhalt der Schöpfung; danach Rosenkranz u. Beichtgelegenheit
18:15 Uhr Hl. Messe mit Kräuterweihe und Anbetung;
danach an der Kapelle Angelus
Montag, 09.08.2010 17:30 Uhr Rosenkranz mit Anbetung u. Bibelgespräch mit Priester
Montag, 16.08.2010 17:30 Uhr Rosenkranz mit Anbetung
Montag, 23.08.2010 17:30 Uhr Rosenkranz mit Anbetung
Montag, 30.08.2010 17:30 Uhr Rosenkranz mit Anbetung und Bibelgespräch
Im September ist das Hauptgebetstreffen am 6.9.2010
Senden Sie uns Ihre Gebetsanliegen. Wir werden diese
in unsere Gebete bei der Messe oder beim Rosenkranzgebet
einschließen.
Spenden
Zur weiteren Förderung und Planung des Geistlichen
Zentrums in Sievernich sind wir froh und dankbar um
Spenden – dazu die unten angegebene Kontonummer.
Barspenden für den Förderverein geben Sie bitte an Frau
Schmitz (Küsterin); Frau Zimmermann oder Frau Hils (Kirchenvorstand);
Herrn Offermann, Frau Köpf oder Herrn Dr. Müller
(Vorstand Förderverein).
Förderverein KGZ, Kto 31853010
Pax-Bank Köln, BLZ 37060193
IBAN DE20 3706 0193 0031 8530 10 / BIC GENODEED1PAX