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Liebe Beterinnen und Beter in Sievernich!

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie das Wort „Himmel“ hören? Der siebte Himmel der Liebe? Rosarote Wolken und Überschwang der Gefühle? Oder doch vielleicht ganz nüchtern ein blauer Grund mit weißen Wolken, oder der Nachthimmel mit all seinen Sternen, das Weltall, das erforschbar und messbar ist?
In den verschiedenen Religionen wird mit „Himmel“ der Ort bezeichnet, an dem Gott, Götter oder andere gottähnliche Wesen weilen, gleichzeitig auch der Ort oder der Zustand vollkommener Seligkeit nach dem Tod der Erlösten ist. Der russische Kosmonaut Jurij A. Gagarin, der als erster Mensch ins Weltall flog, bemerkte nach seiner Rückkehr, dass er dort oben keinen Gott gesehen habe.
Was wir mit dem Hochfest „Mariä Aufnahme in den Himmel“ am 15. August feiern, ist jedoch nicht messbar, nicht zählbar, nicht sichtbar, wissenschaftliche Beweisführung fehl am Platze. Geht es bei Festgeheimnis nicht vielmehr um eine Ursehnsucht des Menschen? Unsere Zeit ist zum einen geprägt von größten Fortschritten in Wissenschaft, Forschung und Technik, gleichzeitig war jedoch auch die Zerstörung unserer Umwelt, die innere Zerrissenheit, die Verwirrung innerhalb und außerhalb der Kirche sowie die Heillosigkeit der Menschen wohl selten so groß wie heute.

Glaubensschwund sowie die wachsende Abkehr von Halt gebenden (kirchlichen) Traditionen tragen das ihre dazu bei, Sekten und Ersatzreligionen Tür und Tor zu öffnen.
Jeder Mensch sehnt sich letztlich nach einem Ort oder einem Zustand, der ihm letzten tragenden Halt und Geborgenheit gibt, der ihm vermittelt: Du bist zuhause angekommen und angenommen mit all deinen Licht- und Schattenseiten, mit all den Fragwürdigkeiten und Abgründen deiner Person, mit all den heilvollen und heillosen Ereignissen deines Lebens. Hier darfst du sein, wie du bist. Du bist geliebt und wertgeschätzt. Du darfst ganz und gar glücklich sein.

Am Hochfest „Mariä Aufnahme in den Himmel“ feiern wir gleichsam Gottes Zuwendung zu uns Menschen mit Haut und Haaren, da Gott niemals „halbe Sachen“ macht. Maria ist ganz und gar eine von uns, Mensch wie wir mit Leib, Geist und Seele. Wir feiern, dass Gott sie bei sich in seiner Herrlichkeit ganz und gar an- und aufgenommen hat. Sie hat das Ziel allen menschlichen Lebens und Sehnens erreicht, und zwar in letzter Vollendung. Und Gott hat an ihr vorweggenommen, was wir alle einmal erwarten dürfen: die Vollendung und das ewige Glück mit Leib und Seele bei ihm.

Wie sich diese letzte Vollendung in und bei Gott letztlich darstellen wird, können wir hier auf Erden nicht erschöpfend und befriedigend verstehen. Wieder einmal ist hier unser Glaube gefragt. Denn Gott hat uns verheißen, dass er Leben in Fülle für uns will (vgl. Joh 10,10). Gott schenkt Vervollkommnung, keine (billige) Vertröstung.

Das Hochfest „Mariä Aufnahme in den Himmel“ ist auch ein „Fest des Leibes“. Durch viele Jahrhunderte hindurch wurde der Leib und die Leiblichkeit im Christentum sehr abgewertet: Der Leib war eher ein „Lastesel“ oder der „Kerker der Seele“, ein notwendiges Übel sozusagen, um die „Seele zu transportieren“. Wenn wir aber den Schöpfungsbericht im Buch Genesis genau lesen, wird deutlich, dass Gott uns mit unserer Leiblichkeit erschaffen hat, nach seinem Ebenbild, „und er sah, dass es gut war“. Die Leiblichkeit ist demnach also kein lästiges Übel, das wir notgedrungen bis zum Ende unserer irdischen Tage ertragen müssen, sondern gewollte Gabe und Geschenk des Schöpfers.

Leibfeindlichkeit steht somit im krassen Gegensatz zu Gottes Heils- und Schöpfungswille. Gott will unsere Leiblichkeit, warum wohl wäre er sonst Mensch geworden in Jesus Christus?

Auch im Tagesevangelium des Hochfestes kommt die Leiblichkeit in ganz positiver Weise zum Ausdruck. Maria und Elisabet begegnen sich, beide sind in guter Hoffnung. Elisabets Freude ist so groß, dass das Kind in ihrem Leib zu hüpfen beginnt. Und sie segnet daraufhin die göttliche Leibesfrucht Mariens. Vielleicht wird auch unsere Begegnung mit Gott am Ende unseres Lebens einmal von solcher Freude erfüllt sein, dass unser Innerstes in Bewegung gerät und vor Freude bebt, wenn wir zuhause bei ihm ankommen, dort, wo er uns schon seit langem erwartet …

Das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel ist sehr alt: Die Ostkirche feierte es bereits im 5. Jahrhundert als „Mariä Entschlafung“, für die Westkirche wird es seit dem 7. Jahrhundert bezeugt. Papst Pius XII. hat das Dogma, dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde, am 1. November 1950 feierlich verkündet.

Den Himmel auf Erden gibt es letztlich nicht, und wir können diesen vermeintlichen Himmel auf Erden auch keinem noch so lieben Menschen bieten. Beim Blick zum Himmel werden unsere Augen ebenso wie Juri Gagarin keinen Gott und keine Maria entdecken, aber vielleicht weckt die Liebe zu einem Menschen, die Weite des nächtlichen Sternenhimmels und nicht zuletzt die Liebe zu Gott in uns das Staunen und die Sehnsucht, am Ende unseres Lebens ganz und gar, mit Leib und Seele einmal dort anzukommen, wo unsere eigentliche Heimat ist und wir mit unaussprechlicher Liebe und Freude erwartet werden: im Leben, im Licht und in der ewigen Gemeinschaft Gottes.
Somit können wir am Hochfest „Mariä Aufnahme in den Himmel“ wie in einem „dunklen Spiegel“ unsere ureigenste Berufung erkennen. Das, was Gott an der Gottesmutter in bevorzugter und herausragender Weise gewirkt hat, ist in der heilsgeschichtlichen Folge jedem Christenmenschen verheißen, der sein Leben ganz und gar, mit Haut und Haaren in und an Gott fest macht.
Somit feiern wir recht besehen am 15.August nicht nur die Aufnahme der Gottesmutter in die Herrlichkeit Gottes, sondern ebenso unserer eigene gnadenhafte Auserwählung zu den „Freunden Gottes allzugleich, verherrlicht hoch im Himmelreich“.

Pfarrer Frank Aumüller, Marienthal

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In einem Jahr findet in Madrid, der 26. Weltjugendtag statt. In Spanien laufen schon jetzt viele Vorbereitungen. Aber Organisation und Planung ist nicht alles. Es ist wichtig, dass der Weltjugendtag von allen Gläubigen in der Welt geistlich vorbereitet wird, besonders durch das Gebet. Abgedruckt ist deswegen ein Auszug aus der Botschaft Papst Benedikts XVI. zum 25., diözesanen Weltjugendtag (28.3.2010), der eine wichtige Wegstation auf Madrid hin gewesen ist. Beten wir darum, dass sich auch aus Deutschland viele junge Menschen auf den Weg zum 26. Weltjugendtag machen und dass der Heilige Geist die Herzen der Jugendlichen öffnet, damit sie Jesus Christus begegnen.

„Wir brauchen euch:
Wer heute als junger Mensch lebt, steht vielen Problemen gegenüber, die durch Arbeitslosigkeit sowie mangels sicherer Ideale und konkreter Zukunftsperspektiven entstehen. Manchmal kann man den Eindruck haben, ohnmächtig zu sein angesichts der aktuellen Krisen und Verirrungen. Laßt euch trotz der Schwierigkeiten nicht entmutigen, und gebt eure Träume nicht auf! Tragt vielmehr im Herzen ein tiefes Verlangen nach Brüderlichkeit, Gerechtigkeit und Frieden. Die Zukunft liegt in den Händen dessen, der starke Gründe für das Leben und die Hoffnung zu suchen und zu finden weiß. Wenn ihr es wollt, liegt die Zukunft in euren Händen, denn die Gaben und die Reichtümer, die der Herr in das Herz eines jeden von euch hineingelegt hat, können – geformt durch die Begegnung mit Christus – der Welt wahre Hoffnung bringen! Der Glaube an seine Liebe macht euch stark und großherzig und wird euch den Mut geben, den Lebensweg gelassen anzugehen und in Familie und Beruf Verantwortung zu übernehmen. Bemüht euch, eure Zukunft durch einen ernsthaften Weg der persönlichen Formung und des Studiums aufzubauen, um auf fachkundige und großherzige Weise dem Gemeinwohl zu dienen. …In diesem Priesterjahr lade ich euch ein, das Leben der Heiligen kennenzulernen, besonders das der heiligen Priester. Ihr werdet sehen, daß Gott sie geführt hat und daß sie Tag für Tag ihren Weg gefunden haben – eben im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Christus ruft einen jeden von euch, sich mit ihm dafür einzusetzen und die eigene Verantwortung zu übernehmen, um die Zivilisation der Liebe aufzubauen. Wenn ihr seinem Wort folgt, wird auch euer Weg hell werden und euch zu hohen Zielen führen, die dem Leben Freude und Sinnerfüllung schenken. Die Jungfrau Maria, die Mutter der Kirche, möge euch mit ihrem Schutz begleiten. Ich versichere euch mein Gebetsgedenken und segne euch von Herzen."

Welcher Priester gibt unseren Gläubigen Beichtgelegenheit in der Pfarrkirche von Sievernich während der Hauptgebetstreffen, in der Regel am ersten Montag im Monat - gerne auch als Mitzelebrant bei der Messe um 18:15 Uhr.
Anmeldung im Pfarrbüro Sievernich oder unten stehender Adresse.

Brunnen in Sievernich:
Wenn jemand von Heilungen oder ärztlich belegten gesundheitlichen Besserungen hört, dann bitten wir, diese an die unten angegebene Adresse zu melden.
Blaue Gebetsoase, Schafsacker 7, 53909 Zülpich

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Montag, 02.08.2010 nächstes Hauptgebetstreffen:
15:00 Uhr Kreuzweg - neuangelegt im Pfarrgarten, Erhalt der Schöpfung; danach Rosenkranz u. Beichtgelegenheit
18:15 Uhr Hl. Messe mit Kräuterweihe und Anbetung; danach an der Kapelle Angelus

Montag, 09.08.2010 17:30 Uhr Rosenkranz mit Anbetung u. Bibelgespräch mit Priester

Montag, 16.08.2010 17:30 Uhr Rosenkranz mit Anbetung

Montag, 23.08.2010 17:30 Uhr Rosenkranz mit Anbetung

Montag, 30.08.2010 17:30 Uhr Rosenkranz mit Anbetung und Bibelgespräch

Im September ist das Hauptgebetstreffen am 6.9.2010

Senden Sie uns Ihre Gebetsanliegen. Wir werden diese in unsere Gebete bei der Messe oder beim Rosenkranzgebet einschließen.

Spenden
Zur weiteren Förderung und Planung des Geistlichen Zentrums in Sievernich sind wir froh und dankbar um Spenden – dazu die unten angegebene Kontonummer. Barspenden für den Förderverein geben Sie bitte an Frau Schmitz (Küsterin); Frau Zimmermann oder Frau Hils (Kirchenvorstand); Herrn Offermann, Frau Köpf oder Herrn Dr. Müller (Vorstand Förderverein).

Förderverein KGZ, Kto 31853010
Pax-Bank Köln, BLZ 37060193
IBAN DE20 3706 0193 0031 8530 10 / BIC GENODEED1PAX