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Geistlicher Impuls
Liebe Beterinnen und Beter in Sievernich!
Im Monat Februar feiert die Kirche alljährlich ein
bemerkenswertes Fest, das noch bis zum Jahr
1960 als Marienfest (Mariä Lichtmess) begangen
wurde, seitdem aber im Range eines sogenanntes
„Herrenfestes“ (Darstellung des Herrn) steht.
Wir wollen uns an dieser Stelle nicht über die
theologischen Gründe für diese Änderung auslassen,
sondern vielmehr dem tieferen Sinn dieses
Festes mit Blick auf die selige Jungfrau Maria
nachspüren.
Der Evangelist Lukas schildert uns im zweiten
Kapitel seines Evangeliums (2,22-40) die Szene,
bei der Maria und Josef, als gläubige Juden ganz
dem mosaischen Gesetz verpflichtet, ihren Sohn
zur Reinigung in den Tempel bringen, und ihn
somit Gott „darstellen“. Maria weiht mit dieser
Reinigung ihren Erstgeborenen dem Herrn. Sicherlich
wird es ein Tag großer Freude gewesen
sein, ähnlich wie in unserer Kirche das Fest der
Taufe eines Kindes.
Doch der feierliche Ritus der Darstellung des Kindes
wird jäh überschattet durch die Worte des
greisen Simeon: „Dieses Kind wird ein Zeichen
sein, dem widersprochen wird.“ An die Mutter
Jesu richtet er dann die dunklen Worte: „Dir
selbst aber wird ein Schwert durch die Seele
dringen.“
Der vom Geist Gottes erleuchtete greise Simeon
statuiert mit diesen Worten völlig unerwartet ein
Exempel, dass sowohl für Jesus als auch für Maria
zeitlebens eine unheilvolle Weissagung bleiben
wird, die sich im Laufe des Lebens immer
wieder erfüllen soll: Der Sohn wird für immer den
Widerspruch der Welt erleiden und so zum von
Jesaja prophezeiten Schmerzensmann werden,
und die Mutter wird die Schmerzen des Sohnes
am eigenen Leib spüren, so als würde ihr ein
Schwert durch die Seele dringen.
Mit diesen beiden Unheilsprophezeiungen steckt
Simeon gleichsam den Rahmen ab, innerhalb
dessen sich das zukünftige Leben von Mutter und
Sohn abspielen wird.
Das Schicksal der beiden ist von nun an untrennbar
vereint, wobei Maria zu diesem Augenblick
die Dimension der düsteren Prophezeiungen wohl
kaum einzuordnen vermochte.
Jedoch dürfen wir sicher sein, dass Maria,
gleichwie bei der Verkündigung des Engels Gabriel,
dass sie die Mutter des Messias werden solle,
„alles in ihrem Herzen bewahrte und darüber
nachdachte“.
Die Weissagung des Simeon hat Maria nie mehr
vergessen. Mehr noch: Unzählige Male wird sie
sich im Laufe ihres Lebens an diese Szene erinnert
haben, wenn ihr wieder vor lauter Schmerz
ein Schwert durch die Seele drang.
Somit führte die Weissagung des Simeon Maria
immer tiefer zu der Erkenntnis, dass Jesus zu
lieben auch einhergeht mit der Konsequenz, mit
und für ihn zu leiden.
Wenn wir nun den Blick auf die Seherkinder von
Lourdes, Fatima und aller anderen „echten“ und
glaubwürdigen Seherinnen und Seher richten, ist
es kein Zufall, dass die meisten dieser Seher von
Maria selbst oder einem Engel drauf vorbereitet
wurden, dass sie vieles zu erleiden haben werden,
wenn sie die jeweilige Botschaft des Himmels
der Welt mitteilen. So sagt sie zu der vierzehnjährigen
Bernadette Soubirous in Lourdes:
„Ich verspreche dir nicht, dich in dieser Welt
glücklich zu machen. Dafür aber in der anderen“.
Den beiden Seherkindern Jacinta und Francisco
prophezeit Maria in Fatima sogar, dass sie
beide kurz nach dem Ende der Erscheinungen
sterben werden. Der kleinen Lucia hingegen
weissagt sie ein langes Leben, um Zeugin der
Botschaft von Fatima zu werden.
Doch diese düsteren Verheißungen sind untrennbar
verknüpft mit der Frage der Gottesmutter an
die jeweiligen Seherkinder, ob sie bereit seien,
dieses Leid aus Liebe zu Jesus zu tragen.
Erst in Verbindung mit ihrem „Fiat“, ihrem freien
und bewussten Willen, dieses Kreuz aus Liebe zu
Jesus und den Sündern auf sich zu nehmen, erfüllen
sich in der Folge die Weissagungen.
Was heißt das uns nun aber für uns?
Zum einen bedeutet es, dass ein Leben in der
Nachfolge Jesu mitunter auch uns immer wieder
auf einsame und schmerzhafte Pfade des Kreuzweges
führen kann. Christliche Nachfolge kann
eben auch bedeuten, dass wir aus Liebe zum
HERRN zu Kreuzträgern werden, um den
HERRN für eine kurze Weile von der Last des
Kreuzesbalkens zu befreien. Das ist die innere
Konsequenz (Lateinisch: consequi = nachfolgen)
der Kreuzesnachfolge.
Mit Blick auf die vielen Seherinnen und Seher
früherer und heutiger Tage wurden auch sie alle
von der Gottesmutter gefragt und gebeten, aus
Liebe zum HEILAND es Simon von Zyrene gleich
zu tun und sich unter das Kreuz des HERRN
stellen zu lassen, um die Last des HERRN etwas
zu lindern.
Jedem der liebt, und jedem, der CHRISTUS liebt,
wird, gleichwie der Gottesmutter, dann und wann
ein „Schwert durch die Seele dringen“. Es gibt
kein Leben und auch keine Liebe ohne Leiden.
Wer liebt, wird verwundbar. Wer liebt, ist aber
immer wieder auch bereit, für den Geliebten
Schmerz in Form von Unverständnis, Ablehnung,
Spott und Hohn zu ertragen. Maria hat das in
unnachahmlicher Weise verstanden. Der greise
Simeon hat ihr den Weg zu diesem Verständnis
gewiesen.
Mit Blick auf ihren sterbenden Sohn hat Maria
unter dem Kreuz in Vollendung miterleben müssen,
was Gott sich in seinem Sohn seine Liebe
zu uns Menschen kosten lässt. Er hat sich als
vollkommenes Opfer „dargebracht“.
Maria hat diese unbegreifliche Liebe GOTTES,
seinen Sohn nicht nur unter dem Herzen getragen,
sondern in der Folge auch im Mitleiden für
ihren Sohn ertragen.
Das Maß des Leidens ist somit oftmals auch das
Maß der Liebe.
Bei MARIA können wir in die „Schule des Leidens“
gehen, um immer tiefer zu verstehen, dass
unsere brüchige und schwache Liebe oftmals
schmerzhaft lernen muss, mitunter auch das
„Schwert in der Seele“ zu ertragen, dass der
Glaube an JESUS CHRISTUS mit sich bringen
kann. Seherinnen und Seher, und nicht zuletzt die
ungezählten Märtyrer haben dafür mit ihrem Leben
Zeugnis abgelegt.
Ihr
Pfarrer Frank Aumüller, Marienthal
Hingabe an Jesus Christus
"Schenkt euch ganz meinem geliebten
Sohn. Ganz, sage ich euch, nicht nur etwas.
Reicht ihm die Hand und nicht nur einen
Finger! Seid bereit, schenkt euch Ihm ganz,
damit Er ganz bei euch sein kann. Damit Er
ganz in euch wirken kann."
(Botschaft vom 15.10.2001)
"Mit mir, Kinder, könnt ihr alles bewältigen,
wenn ihr euch ganz meinem Sohne Jesus
schenkt."
(Botschaft vom 13.05.2002)
Brunnen in Sievernich:
Wenn jemand von Heilungen oder ärztlich belegten gesundheitlichen
Besserungen hört, dann bitten wir, diese
an die unten angegebene Adresse zu melden.
Blaue Gebetsoase, Schafsacker 7, 53909 Zülpich
Nächste Hauptgebetstreffen:
Montag, 1.3.2010 Gebetstreffen
Montag, 29.3.2010 Gebetsweg von Düren Gürzenich
nach Sievernich
Der Termin im April entfällt wegen des von der Gottesmutter
gewünschten Gebetsweges.
Montag, 3.5.2010 Gebetstreffen
Bibelgespräch:
Herzliche Einladung zum Bibelgespräch mit Priester am
8.2.2010 um 18:40 Uhr (zuvor Rosenkranzgebet und
Anbetung), Thema: Menschwerdung Schöpfung und
Urknall.
Spenden
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