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Pfarrer Alexander Heinrich Alef 1932 im Kreis seiner Messdiener

Pfarrer Alexander Heinrich Alef


1930 bis 1945 Pfarrer von Sievernich

„Ein
Blutzeuge des 20. Jahrhunderts“
 

geb. 2. Februar 1885 in Köln
gest.
16. Febr. 1945 in Dachau

Botschaften von Sievernich, die sich auf Pfarrer Alef beziehen

 

Sievernich, 2. Februar 2004:


Am 02. Februar 2004 erschien die Gottesmutter als Makellose während des Rosenkranzgebetes in der Sievernicher Kirche. Aus dem hellen ovalen Licht kam sie hervor und segnete alle Menschen. Auf ihrem Gewand und Mantel waren lauter kleine durchsichtige Tropfen. Sie sprach:

„Mein Kind, du siehst die Tränen, die ich für meine Priester weine!“

(Sie weinte mit gesenktem Kopf.).

Weiter sprach sie:

„Ich bitte euch, betet für die Priester, damit sie mit den Tugenden des Himmels bekleidet werden. Mein Sohn Jesus wünscht, dass sie ihm ganz und gar folgen.“

Ein Priester in schwarzer Kleidung kniete und betete vor der Mutter Gottes. Die Makellose schwebte in einiger Entfernung vor ihm auf einer Wolke. Es war der ehemalige Priester von Sievernich: Pfarrer Alexander Alef.
Aus dem Herzen der Gottesmutter gingen Strahlen zu den Menschen hinunter.
Pfarrer Alef sprach:


„Ich habe Zeugnis gegeben vor Gott und den Menschen. So, wie ich Zeuge wurde, möchte ich alle Priester ermutigen, Zeugen des Himmels zu werden. Ich ermutige euch, alle Priester und Ordensleute, den Glauben zu leben.“

Die Gottesmutter lächelte Pfarrer Alef an und dann schenkte sie uns ihr Lächeln.

Sievernich, 06. Juni 2005:

„Liebe Kinder, ich grüße und segne euch im Namen meines geliebten Sohnes Jesus Christus! Betet, betet, betet! Kinder, wisst ihr, warum euch so viele Heilige begleiten, weshalb sie in Sievernich erschienen sind? Der heilige Josaphat, die heilige Schwester Faustina, der heilige Charbel, Mirjam von Abellin, Pfarrer Alef?“... (Sie zählte Heilige und religiös bedeutende Personen auf, die in Sievernich erschienen sind).

„Sie beten für die Einheit der Kirche in der Wahrheit.
Es kann nur eine Einheit in der Wahrheit geben.


Ich bin vom Himmel zu euch gekommen, um euch zu segnen und zu stärken, damit ihr meinem Sohn nachfolgen könnt.“

 

Lebenslauf von Pfarrer Alef

Alexander Alef stammt aus Köln und wurde dort am 2. Februar 1885 geboren. Am 1.8.1909 wurde Alef von Kardinal Antonius Fischer in Köln zum Priester geweiht. Im Oktober 1930 wird Alexander Alef Dorfpfarrer von Sievernich. Die Schwierigkeiten im neuen NS Regime begannen sehr bald, er wird bei der NSDAP denunziert.

Im September 1943 erhält Alef unter dem Druck der Gestapo ein Tätigkeitsverbot und wird aus dem Bistum Aachen ausgewiesen. Der damalige Chefarzt des Birkesdorfer Krankenhauses, Dr. Schüller, schrieb Alef haftunfähig. Wegen seines körperlichen Zustands fand er Aufnahme in dem Zisterzienserkloster Marienstatt im Westerwald. Pfarrer Alef musste sich dort in regelmäßigen Abständen bei der Polizei melden.

Im Dezember 1943 muss er auch dieses Kloster verlassen und kam ins Cellitinnenkloster Düren Niederau mit der Auflage der regelmäßigen polizeilichen Meldung. Von hier aus wird Alef im Februar1944 von der Gestapo abgeholt und im Aachener Gefängnis Adalbertsteinweg inhaftiert. Zuvor aber übergab Alef im Kloster Niederau seinen Rosenkranz mit den Reliquien des hl. Hermann Josef von Steinfeld Schwester Johanna - welche aus Sievernich stammte – mit den Worten: “Den sollen sie nicht auch noch haben.“ Der Rosenkranz sollte für die Sievernicher in der Pfarrkirche aufbewahrt werden.

Am 6. September 1944 wird Alef in das NS-Erziehungslager Köln-Deutz am Messehof gebracht. 14 Tage später, noch im September 1944, wird Alef aus Köln kommend im Konzentrationslager Buchenwald (Weimar) eingeliefert.

Am 6.1.1945 trifft Alef - vermutlich wegen der nahenden Front von Buchenwald verschleppt nach Dachau transportiert – im dortigen KZ ein, wo er an Entkräftigung und den Folgen einer Krankheit am 16. Febr. 1945 stirbt.

Pfarrer Alexander Alefs Leiche wurde im Krematorium verbrannt.

Auf Anregung von Pfarrer Trimborn beschloss die Gemeindevertretung 1960 die Kirchstraße in Pfarrer-Alef-Straße umzunennen.

Ergänzend schreibt Herr Josef Roth dem Förderverein in einer E-Mail vom 9.1.2013:

Sehr geehrte Damen und Herren, zu Pfarrer Alef möchte ich folgendes noch aus meinem Beitrag in Wikipedia ergänzen, da er zusammen mit meinem Großvater Joseph Roth(1896-1945)im KZ-Buchenwald interniert war: Im Februar 1944 wurde Alef schließlich von der Gestapo abgeholt und in das Aachener Gefängnis gebracht. Von dort kamen er Anfang September in das Arbeitserziehungslager in den Messehallen in Köln-Deutz, dem Messelager Köln. Von dort wurde er zusammen mit weiteren Internierten wie Josef Baumhoff, Otto Gerig (auch Märtyrer der kath. Kirche), Joseph Roth (mein Großvater und ebenfalls Märtyrer der kath. Kirche) und Peter Schlack am 16. September 1944 ins KZ Buchenwald deportiert und erhielt die KZ-Nummer 81347.[5] Dort betete er täglich gemeinsam mit diesen und weiteren Politikern eine Novene.[6] 5 Archiv der Gedenkstätte KZ-Buchenwald, NARA Washington RG 242, Film 4 6 Konrad-Adenauer-Stiftung, ACDP, Nachlass Gerig, 01-087-002/1 Es würde mich freuen, wenn dies genug interessant wäre, um bei Ihnen auf seiner Seite mit aufgenommen würde. Ich freue mich über eine positive Nachricht Ihrerseits. Mit freundlichen Grüßen, Josef Roth
>>> Vollständiger Artikel zu Pfarrer Alef in der Wikipedia



Vor 60 Jahren : Pfarrer Alexander Alef starb am 16. Februar 1945 im KZ Dachau

Pfarrer Alexander Heinrich Alef, noch heute in der Gemeinde durch verschiedene Zeitzeugen persönlich bekannt, war ab Oktober 1930 Pfarrer von Sievernich.

Pfarrer Alef, „ein Martyrer des 20. Jahrhunderts“, stammte aus Bonn, wurde aber am 2. Februar 1885 in der Kölner Südstadt geboren. Nach dem Studium der katholischen Theologie wurde er zusammen mit 24 Diakonen am 1. August 1909 von Kardinal Antonius Fischer in Köln zum Priester geweiht. Es folgten Seelsorgerstellen in Fliesteden im Dekanat Bergheim, in Aldenhoven bei Jülich und in Gerderath im Dekanat Erkelenz. Im Oktober 1930 wurde der Geistliche Pfarrer von Sievernich.

Die Schwierigkeiten im damals 368 Einwohner zählenden Ort Sievernich begannen schon bald. Im neuen NS - Regime wurde Alef bei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) angeklagt und denunziert.

Der Geistliche erhielt unter dem Druck der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) im September 1943 ein Tätigkeitsverbot und wurde aus dem Bistum ausgewiesen.

Der damalige Chefarzt des Birkesdorfer Krankenhauses, Dr. Schüller, schrieb ihn mehrmals haftunfähig. Ihm wurde das Angebot unterbreitet, bei Dr. Schüllers Mutter unterzutauchen, welche im benachbarten Ausland lebte.

Pfarrer Alef lehnte aber dieses Angebot ab.

Wegen seines schlechten körperlichen Zustands fand er Aufnahme im Zisterzienserkloster Marienstatt im Westerwald. Zugleich hatte sich der allseits respektierte Priester in regelmäßigen Abständen bei der Polizei zu melden. Im

Dezember 1943 musste er dieses Kloster verlassen und kam ins Celittinnenkloster Düren - Niederau mit der Auflage der regelmäßigen polizeilichen Meldung.

Von hier aus wurde Pfarrer Alef im Februar 1944 von der Gestapo abgeholt und im Aachener Gefängnis Adalbertsteinweg inhaftiert. Am 6. September 1944 folgte die Einweisung in das Konzentrationsaußenlager Köln-Deutz an den Messehallen, um am 16. September 1944 mit 365 politischen Häftlingen in das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar in Thüringen abtransportiert zu werden.

In einer Liste der Neuzugänge in Buchenwald von der Stapo Köln vom

17. September 1944 hatte Pfarrer Alef die Häftlingsnummer 731.81347.

Von Buchenwald verschleppt, vermutlich wegen der nahenden Front, traf  der Sievernicher Pastor am 06. Januar 1945 mit 46 weiteren Priestern im Konzentrationslager Dachau in Bayern ein. In Dachau war er in Block 3. K 17/4 untergebracht. Hier hatte er die Häftlingsnummer 137367.

 An Entkräftung und den Folgen einer Krankheit starb Alef am 16. Februar 1945 im Konzentrationslager Dachau.

Seine Leiche wurde gleichzeitig mit mehreren anderen im Krematorium verbrannt.

Noch zu Lebtagen im Kloster Niederau übergab Alef seinen Rosenkranz der Ordensschwester Johanna, welche aus Sievernich stammte, mit den Worten: „Den sollen s i e nicht auch noch haben - für die Sievernicher soll der Rosenkranz in der Pfarrkirche aufbewahrt werden.“ 

Im Oktober 1960 wurde in Sievernich, auf Anregung von Pfarrer Trimborn, die Kirchstraße  in Pfarrer - Alef - Straße umbenannt.

Jochen Hils

 

Abschiedsbrief von Pfarrer Alef an eine Sievernicher Familie

z.Zt. Niederau, d. 27.XII.1943
 

Sehr geehrte Familie Conein!
 

Mit aufrichtigem Dank habe ich Ihre Guten Wünsche zu Weihnachten und Neujahr empfangen und erwidere sie auf das herzlichste. Tief beschämt bin ich wegen all des Guten, das mir in dieser Zeit der Not von guten Menschen, geistlich und weltlich, erwiesen wird.
 

Das Wort Christi ist mir nie so lebendig geworden wie jetzt: „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan, das habt ihr mir getan“. All den Menschen der Treue und Liebe möge das Gute, das sie mir erwiesen, aufgezeichnet sein im Buch des Lebens und besonders seinen Lohn finden in der Ewigkeit. Es ist ganz gewiß eine falsche Meinung, wie sie vielleicht einige Sievernicher haben, ich sei wegen der Vorkommnisse verbittert, nein, wenn es möglich wäre, dass ich noch einmal ins Amt käme, würde ich mit derselben Liebe und Begeisterung wieder anfangen, wie auch in Sievernich. Alles was mir zustößt, kommt von Gott und ist zu unserer Belehrung und Vervollkommnung.
 

Niemals werde ich meine früheren Pfarrkinder vergessen und aller täglich gedenken im Gebet. Gegen niemand darf ich, will ich einen auch nur kleinen Groll im Herzen haben, denn die einzige und wahre Vergeltung ist nur die Liebe.
 

Alles, was wir den Leuten auf der Kanzel sagen, ist erst dann ganz wahr, wenn es durchlitten ist im Leben von uns selbst. An uns allen möge Pauli Wort wahr werden: „Denen, die Gott lieben, sind alle Dinge zum besten.“
 

Ich wünsche und bete, dass wir uns alle in der seligen Ewigkeit wieder finden.

Vergelt`s Gott allen!
 

Mit den besten Grüßen und Wünschen an Sie alle
 

Ihr Pfarrer Alef