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Presse / Berichte


Interview des Ortspfarrer mit dem Pur-Magazin November 2002

Fatima Ruft Nr. 179, Dez 4/2002
Artikel der WZ (Wuppertaler Zeitung) Montag, 10. Februar 2003
: Die Magie der Madonna 


Sievernich

Marienerscheinungen in der Voreifel?

(aus Fatima Ruft Nr. 179, Dez. 4/2002)

Die kleine Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist in Vettweiß-Sievernich (Diözese Aachen) ist seit kurzem in die Schlagzeilen geraten, als bekannt wurde, dass in der dortigen Pfarrkirche einer 35jährigen Mutter die Jungfrau Maria erscheinen soll. Zum Abschluss des Erscheinungszyklus am Rosenkranzfest, den 7. Oktober 2002, kamen über 3.000 Menschen nach Sievernich. 

Es begann vor etwa zwei Jahren, als Manuela Strack (35), die Mutter eines kleinen Sohnes, zusammen mit der Gebetsgruppe „Blaue Gebetsoase“ anfing, sich einmal im Monat in der Pfarrkirche von Sievernich, einem etwas mehr als 400 Einwohner zählenden Dorf bei Düren in der Diözese Aachen zum Gottesdienst und zum Gebet für den Frieden in der Welt, die Bekehrung der Sünder und das Heil der Menschen zu treffen.

Seit Oktober 2001 erscheint ihr nach eigenen Angaben während dieser Gottesdienste die Muttergottes als „Maria, die Makellose“ und gibt Botschaften. Botschaften, die auch nach Auskunft der zuständigen Diözese „keine Inhalte, die zu kirchlichen Lehraussagen im Widerspruch stehen“ enthalten. Mit der Erscheinung am Rosenkranzfest dieses Jahres, dem 7. Oktober 2002, endeten diese monatlichen Marienvisionen in der Pfarrkirche von Sievernich. Der Erscheinungszyklus sei, so die Seherin, damit abgeschlossen. Zuvor hatte der zuständige Aachener Bischof, Heinrich Mussinghoff, die Seherin zu einem längeren Gespräch empfangen und in einem Schreiben an die Gemeinde Sievernich mitgeteilt, dass sie „aus diesen Ereignissen den geistlichen Impuls“ mitnehmen sollen, „eifriger am Gebet und Gottesdienst, am sakramentalen Leben und diakonischen Wirken der Kirche teilzunehmen“. Und der Bischof weiter: „Zu der Echtheit dieser angeblichen Marienerscheinungen kann und will ich mich nicht äußern, da - wie die Geschichte der Kirche zeigt - solche Prüfungen gründlich sein müssen und sich über Jahre hinziehen. Wenn diese Aufsehen erregenden Ereignisse zu Umkehr, Buße und Gebet gerade in den kirchlichen Umbrüchen unserer Zeit in Deutschland führen, freut mich das.“

Unvoreingenommen zeigte sich auch der zuständige Ortspfarrer, Heribert Kleemann, gegenüber den Geschehnissen. Zwar könne er nicht sagen, ob die Erscheinungen in seiner Pfarrkirche echt seien oder nicht, „aber ich bin ganz offen und halte es durchaus für möglich, dass sich der Himmel auch heute immer wieder mal offenbart und offenbaren wird.“ Ungefähr zwei Jahre schon bietet Pfarrer Kleemann der „Blauen Gebetsoase“ in seiner Pfarrkirche Gelegenheit zu den monatlichen Treffen, feiert mit den Betenden die Heilige Messe und ist eine Art Seelenführer der Seherin Manuela Strack. Öffentlich verteidigt er auch die Integrität und Glaubwürdigkeit der jungen Frau. „Wenn ich auch nichts zu der Echtheit der Erscheinungen sagen kann, so kann ich doch sagen, dass Manuela eine absolut glaubwürdige Frau ist. Es liegen auch keine seelisch negativen Befunde vor. Sie ist natürlich, sie ist eine Frau mit vielen Begabungen und Charismen“, so der Ortspfarrer. Er berichtet weiter, dass ihm gegenüber immer wieder Menschen angeben, während der Erscheinungen in Sievernich geheilt worden zu sein. Er könne das aber nicht nachprüfen. „Für mich finden die noch viel größeren Wunder der Heilung in der heiligen Beichte statt. Da wo Menschen wirklich befreit werden von ihrer Schuld und zu einem Neuanfang finden!“ Und hier in Sievernich sind viele Menschen dem Aufruf der Muttergottes, das Sakrament der Buße zu empfangen, gefolgt. Pfarrer Kleemann, der am 7. Oktober zusammen mit 15 weiteren Priestern Beichte hörte, ist beeindruckt von der hohen Zahl junger Menschen, die zur Beichte kamen und den echten Bekehrungsbeichten, die hier stattgefunden hätten.

Ob die Diözese Aachen die Ereignisse in Sievernich einer wirklich gründlichen theologischen Prüfung unterziehen wird, um einmal zu einem endgültigen Urteil über die Echtheit der Erscheinungen zu kommen, bleibt abzuwarten. Inzwischen können sich die Gläubigen von den Botschaften inspirieren lassen und so dem Wunsch des zuständigen Bischofs Rechnung tragen, der sich freuen würde, „wenn diese Aufsehen erregenden Ereignisse zu Umkehr, Buße und Gebet“ führten.