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Presse / Berichte


Interview
des Ortspfarrer mit dem Pur-Magazin November 2002

Fatima Ruft Nr. 179, Dez 4/2002
Artikel der WZ (Wuppertaler Zeitung) Montag, 10. Feb. 2003
: Die Magie der Madonna


 

PUR- Interview                   Seiten: 1| 2| 3| 4|


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PUR: Wie nimmt die Seherin Manuela Strack die Muttergottes wahr? Es gibt ja sehr verschiedene Arten der Wahrnehmung.

 

Pfr. Kleemann: Ich kann nur wiedergeben, was sie sagt, weil ich ja nicht weiß wie es ist. Sie sagt, dass sie die Muttergottes hört und sieht. Manchmal sieht sie mit ihr auch Heilige. Es ist also sehr verschieden, was sie sieht und wie sie sieht. Aber auch das wird in den Botschaften immer wieder vorher beschrieben.

 

PUR: Können Sie etwas zur Person der Seherin sagen?

 

Pfr. Kleemann: Sie ist 35 Jahre, verheiratet, hat ein kleines Kind. Sie wohnt im Nachbarort Düren-Gürzenich. Sie sagt, dass sie hier nach Sievernich geführt worden sei vor allem durch die Muttergottes - und sicherlich auch durch menschliche Bekanntschaften und Freundschaften und dass sie eben auch hierhin zur priesterlichen Führung geführt worden sei, weil sie bis dahin durch einen Priester begleitet wurde, der sehr alt war und gestorben ist. Danach hatte sie dann für eine längere Zeit nicht diese priesterliche Begleitung. Und für sie war es wichtig, ihre Begabungen und Charismen durch die Kirche führen und leiten zu lassen. Das hat sie als junger Mensch nicht so getan. Als Jugendliche hat sie auch ein bißchen so in der Richtung gelebt, wie heute viele junge Menschen leben - nicht entfernt von der Kirche, aber auch nicht sehr nahe der Kirche.

Heute sagt sie, dass es ihr ganz wichtig ist, dass ihre Charismen unter priesterlicher Führung, unter der Führung der Kirche verstanden werden. Das ist auch das, was ich bei ihr schätze. Es ist nicht immer ganz leicht, solche Menschen priesterlich zu führen. Denn die Vorstellung, gerade in der Praxis, was man so machen kann und nicht, können sehr differenzieren. Wir haben da nicht immer nur Einklang, und man muss manchmal auch sehr deutlich sagen: so sieht es die Kirche und so machen wir's. Und wenn, rein menschlich gesehen, vielleicht gewisse unterschiedliche Meinungen da sind, dann hört sie immer wieder: Sei gehorsam! Das macht mich an sich doch immer ein bisschen froh, weil es ein guter Weg ist, auf dem sie geht.

 

PUR: Die Erscheinungen waren jetzt immer in Ihrer Pfarrkirche?

 

Pfr. Kleemann: Ja, diese offiziellen Erscheinungen, die Botschaften enthalten, die sind hier in der Kirche, wie Manuela sagt. Das heißt nicht, dass sie auch oft viele andere Erfahrungen macht, in ihrem privaten Bereich. Das sind aber dann auch private Dinge. Diese offiziellen Erscheinungen, die sind am 7. Oktober 2002 in dieser Form zu Ende gegangen. Eine nachdenkenswerte Sache ist auch, dass es hier das erste Mal ist, dass ein solches Phänomen in einer Pfarrkirche zu Ende gegangen ist in Einheit und Frieden mit dem Bischof. Ich denke mir, das ist schon beachtlich. Da darf man wirklich sagen, dass sich der Bischof von Aachen in diesem Punkte sehr korrekt und vorbildlich verhalten hat. Das sagen mir auch Leute, die sich ein wenig mit der Materie beschäftigen, die hier waren und nach den Dingen geschaut haben. Sie haben Manuela bei den Erscheinungen beobachtet - auch aus wissenschaftlicher Sicht.

 

PUR: Man hört, dass von der Diözese aus der Sektenbeauftragte mit der Angelegenheit befasst ist. Wäre es nicht sinnvoller, einen ausgewiesenen Mariologen oder Mystik-Kenner damit zu beschäftigen?

 

Pfr. Kleemann: Es ist sicherlich so, dass ich keinen Einfluss darauf habe, wen der Bischof damit beauftragt. Aber für mich ist, und das habe ich auch Herr Hermann Josef Beckers, der eben dieser Referent ist, immer wieder gesagt, einzig und allein ausschlaggebend, was der Bischof sagt.

 

PUR: Wird die Echtheit dieser Erscheinungen ernsthaft geprüft oder wird das Phänomen nur geduldet?

 

Pfr. Kleemann: In einem Brief unseres Bischofs Heinrich Mussinghoff an die Pfarrgemeinden, schreibt er sinngemäß, dass er sich zur Echtheit einer solchen Erscheinung nicht äußern will und kann, weil eben erfahrungsgemäß in der Kirche solche Überprüfungen viele Jahre dauern. Aber er betont, dass es eben doch gut ist, wenn solche Begegnungen eine Vertiefung des Glaubenslebens bewirken. Und mehr kann ich dazu auch nicht sagen. An eine tiefere Überprüfung ist wohl nicht gedacht, allerdings muss man sagen, hat der Bischof sich selbst lange mit Manuela in einem persönlichen Gespräch unterhalten, um sich ein Bild zu machen und sein Eindruck war mit Sicherheit kein schlechter.

 

PUR: Wird die Angelegenheit also kirchlicherseits nicht bekämpft, wie das andernorts oft der Fall war.

 

Pfr. Kleemann: Also ich sage noch einmal ganz deutlich, dass der Bischof sich persönlich sehr korrekt und vorbildhaft verhalten hat und selbst nichts bekämpft.

 

PUR: Haben Sie eine Vorstellung, wie es jetzt weiter gehen wird, nachdem der Zyklus der Erscheinungen abgeschlossen scheint?

 

Pfr. Kleemann: Das kann man schwer sagen. Sicherlich haben die ganzen Dinge, die hier geschehen sind, auch etwas zu tun mit der Gemeinde Sievernich, mit der Kirche Sievernich und sicherlich ist auch etwas vorgesehen mit diesem Ort. Aber wie sich das nun entwickelt, das kann man nicht sagen. Ich bin kein Prophet. Da muss man einfach mal abwarten und schauen. Die Gebetsgruppe trifft sich natürlich weiter hier., übrigens mit Genehmigung des Bischofs, das ist gar keine Frage. Manche Pressemeldungen haben das leider total falsch dargestellt. Die Menschenzahlen sind dabei überschaubar. Ich schätze mal bei den monatlichen Treffen, die wir hier haben, sind das so drei- bis vierhundert Besucher. Die passen hier gut in die Kirche. Das ist dann auch für den Ort nicht eine so große Belastung. Die Blaue Gebetsoase ist eine ganz lockere Gruppe, wie eine Rosenkranzgruppe. Da gibt es keine Mitgliedschaft: Wer mitbeten möchte, betet mit, wer nicht, nicht.

 

PUR: Die Gebetstreffen finden also einmal im Monat statt.

 

Pfr. Kleemann: Ja, einmal im Monat treffen wir uns zum Gebet, zur Heiligen Messe und zum Heilungsgebet.


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