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Presse / Berichte

Interview des Ortspfarrer mit dem Pur-Magazin November 2002

Fatima Ruft Nr. 179, Dez 4/2002
Artikel der WZ (Wuppertaler Zeitung) Montag, 10. Feb. 2003
: Die Magie der Madonna


 

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PUR: Man hört, dass von der Diözese aus der Sektenbeauftragte mit der Angelegenheit befasst ist. Wäre es nicht sinnvoller, einen ausgewiesenen Mariologen oder Mystik-Kenner damit zu beschäftigen?

 

Pfr. Kleemann: Es ist sicherlich so, dass ich keinen Einfluss darauf habe, wen der Bischof damit beauftragt. Aber für mich ist, und das habe ich auch Herr Hermann Josef Beckers, der eben dieser Referent ist, immer wieder gesagt, einzig und allein ausschlaggebend, was der Bischof sagt.

 

PUR: Wird die Echtheit dieser Erscheinungen ernsthaft geprüft oder wird das Phänomen nur geduldet?

 

Pfr. Kleemann: In einem Brief unseres Bischofs Heinrich Mussinghoff an die Pfarrgemeinden, schreibt er sinngemäß, dass er sich zur Echtheit einer solchen Erscheinung nicht äußern will und kann, weil eben erfahrungsgemäß in der Kirche solche Überprüfungen viele Jahre dauern. Aber er betont, dass es eben doch gut ist, wenn solche Begegnungen eine Vertiefung des Glaubenslebens bewirken. Und mehr kann ich dazu auch nicht sagen. An eine tiefere Überprüfung ist wohl nicht gedacht, allerdings muss man sagen, hat der Bischof sich selbst lange mit Manuela in einem persönlichen Gespräch unterhalten, um sich ein Bild zu machen und sein Eindruck war mit Sicherheit kein schlechter.

 

PUR: Wird die Angelegenheit also kirchlicherseits nicht bekämpft, wie das andernorts oft der Fall war.

 

Pfr. Kleemann: Also ich sage noch einmal ganz deutlich, dass der Bischof sich persönlich sehr korrekt und vorbildhaft verhalten hat und selbst nichts bekämpft.

 

PUR: Haben Sie eine Vorstellung, wie es jetzt weiter gehen wird, nachdem der Zyklus der Erscheinungen abgeschlossen scheint?

 

Pfr. Kleemann: Das kann man schwer sagen. Sicherlich haben die ganzen Dinge, die hier geschehen sind, auch etwas zu tun mit der Gemeinde Sievernich, mit der Kirche Sievernich und sicherlich ist auch etwas vorgesehen mit diesem Ort. Aber wie sich das nun entwickelt, das kann man nicht sagen. Ich bin kein Prophet. Da muss man einfach mal abwarten und schauen. Die Gebetsgruppe trifft sich natürlich weiter hier., übrigens mit Genehmigung des Bischofs, das ist gar keine Frage. Manche Pressemeldungen haben das leider total falsch dargestellt. Die Menschenzahlen sind dabei überschaubar. Ich schätze mal bei den monatlichen Treffen, die wir hier haben, sind das so drei- bis vierhundert Besucher. Die passen hier gut in die Kirche. Das ist dann auch für den Ort nicht eine so große Belastung. Die Blaue Gebetsoase ist eine ganz lockere Gruppe, wie eine Rosenkranzgruppe. Da gibt es keine Mitgliedschaft: Wer mitbeten möchte, betet mit, wer nicht, nicht.

 

PUR: Die Gebetstreffen finden also einmal im Monat statt.

 

Pfr. Kleemann: Ja, einmal im Monat treffen wir uns zum Gebet, zur Heiligen Messe und zum Heilungsgebet.

 

PUR: Wie reagieren die Einwohner von Sievernich auf diese Dinge?

 

Pfr. Kleemann: Sievernich ist ein ganz kleines Dorf mit ca. 400 Einwohnern - das sind 400 verschiedene Personen - und jeder denkt anders über dieses Geschehen. Man kann also kein einheitliches Bild dazu abgeben. Allerdings ist unser Ortsvorsteher, der selbst nun nicht in der Kirche ist und sich in der Presse als bekennender Atheist bezeichnet, bis jetzt zu einer hervorragenden Zusammenarbeit bereit gewesen. Ich kann dazu nur sagen: Wir beide haben uns da sehr gut ergänzt, wir haben eine gute Zusammenarbeit und wir verstehen uns auch sehr gut.

 

PUR: Wie reagieren Ihre Amtsbrüder darauf, dass sie als eine Art Seelenführer der Seherin fungieren? Das dürfte nicht immer ganz einfach für Sie sein.

 

Pfr. Kleemann: Das ist wahr. Es ist sicherlich nicht immer einfach. Aber ich mache auch sehr nette Erfahrungen. Sogar im inneren Bereich der Leute, die mit einem arbeiten. Viele Mitbrüder, mit denen ich ins Gespräch komme, werden nachdenklich und geben auch nach anfänglicher Skepsis doch sehr abgewogen ihr Urteil ab. Leider ist es in der heutigen Kirche etwas schwierig geworden. Wenn manche Leute im Bistum sagen, wir müssen hier den Ort schützen und um die Einheit besorgt sein, dann sollte man vielleicht mal schauen, wieviel Willkür heute gerade unter den Mitbrüdern in der Liturgie und der Verkündigung geschieht. Da wird das Bistum viele Jahre unterwegs sein, um das etwas zu ordnen und da für Einheit zu sorgen. Und diese Einheit ist ja wohl noch entscheidender, weil es ja eine Einheit ist, die mit dem ewigen Leben zu tun hat.

Es gibt zeitungsmäßig - gerade im Dürener Raum - natürlich auch ganz dumme und ganz bewusst falsche Kommentare bis hin zu bösartigen Stellungnahmen gegen alle Privatoffenbarungen. Da bekommen alle Leute von Priestern her einen nassen Waschlappen ins Gesicht, die mit viel Hoffnung und viel Vertrauen nach Fatima oder Lourdes reisen. Das ist schon entsetzlich. Aber es gibt auch - wie gesagt - Mitbrüder, die sehr nachdenklich werden und die auch wirklich versuchen, sich mit der Sache auseinander zu setzen. Gerade auch, weil wir innerhalb der Liturgie ja alles heraushalten, was mit Privatoffenbarungen zu tun hat. Wenn Sie hier an der Liturgie oder am Gebetsgottesdienst teilnehmen, werden Sie feststellen, dass alle Gebete Imprimatur haben - darauf legen wir absoluten Wert. Ich stelle die Gebete nicht zusammen, aber ich habe darauf bestanden, dass jedes Gebet ein Imprimatur hat. Außerdem ist alles, was wir hier machen, liturgisch vollkommen exakt. Wenn der Heilige Vater in der Kirche hinten säße, könnte er nur viel Freude haben. Auch im Heilungsgebet halten wir uns ganz exakt und ganz präzise an die neue Bestimmung des Vatikans. Ich denke mir, dass da doch manche nachdenklich werden, und das kriege ich auch als Rückmeldung. Am 7. Oktober waren etwa 15 Priester hier, die mir beim Beichte hören geholfen haben - es geht ja an solchen Tagen gar nicht anders. Und diese Priester, es waren ja auch viele jüngere Priester hier, haben mir nach einer kurzen Befragung hinterher gesagt, dass sie beeindruckt wären, weil erstens viele junge Leute gebeichtet hätten und weil es wirklich zum Teil Bekehrungsbeichten gewesen wären. Auch ich kann das, als ich hier Beichte hörte, nur bestätigen.

Für mich finden die größten Wunder der Heilung in der heiligen Beichte statt. Da wo Menschen wirklich befreit werden von ihrer Schuld und zu einem Neuanfang finden.

 

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